Siegfried-Museum in Xanten: Zugang erhitzt die Gemüter

Siegfried-Museum in Xanten : Zugang erhitzt die Gemüter

Nachdem der Vorsitzende des Inklusionsbeirates, Wolfgang Diamant, seinen Standpunkt bekräftigtem melden sich nun Joachim Junge und Peter Friese sich zu Wort. Ihre Kritik geht auch in Richtung Stadt.

Nach der RP-Berichterstattung über die Spendenaktion für den barrierefreien Zugang für das Siegfried-Museum bekräftige Wolfgang Diamant den Standpunkt des Inkluionsbeirates (wir berichteten). Daraufhin meldet sich nun Joachim Junge als Vorsitzender des Fördervereins zu Wort: „Ich kann der Logik des Herrn Diamant nicht folgen. Ja, es ist richtig, dass auch im Museum noch keine Barrierefreiheit besteht. Wieso dies aber dazu führen soll, dass der barrierefreie Zugang zum Ziegelhof und damit zu den zwei Veranstaltungsräumen auf der Prioritätenliste nach hinten wandert, erschließt sich mir nicht.“ Seiner Meinung nach handele es sich dabei um zwei Paar Schuhe.

Junge ist aber nicht nur mit der Einschätzung des Inklusionsbeirates nicht einverstanden. Er spielt den Ball auch Richtung Stadt. „Die Barrierefreiheit im Museum ist bereits seit Jahren ein Thema zwischen dem Förderverein und der Stadt als Eigentümerin des Gebäudes. Bisher war es angeblich nicht möglich, den Aufzug mit einem Notruf zu versehen. Auch die Treppe im Museum müsste mit einer klappbaren Hebeplattform versehen werden. Auch dafür wird kein Geld bereit gestellt.“ Seiner Meinung nach werden in Xanten nur Gelder für öffentlichkeitswirksame Großprojekte zur Verfügung gestellt. „Kleinere Projekte, die schnell eine Erleichterung brächten, fallen immer wieder hinten runter.“

Ins gleiche Horn bläst auch der ehemalige Leiter des Tourist Information, Peter Friese: „Der ursprüngliche Plan war es einmal, das Dreigiebelhaus als Mittelpunkt des Luftkurortes so umzubauen, dass alle Menschen es benutzen können.“ Friese fragt sich: „Xanten ist 365 Tage im Jahr Luftkurort. Es gibt unzählige Angebote für draußen. Doch was ist, wenn es einmal kalt ist, wenn es regnet? Was machen die Kurgäste dann?“

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