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Schützenfest in Wardt 2019: Maximilian Floren ist neuer König der Schützenbruderschaft St. Willibrord

Schützenbruderschaft St. Willibrord : Maximilian Floren regiert in Wardt

Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Der 23-jährige Maximilian Floren ist der neue König der St.-Willibrord-Schützen in Xanten-Wardt. Aber er musste bis zum 385. Schuss darum kämpfen.

Wer in Wardt Schützenkönig werden möchte, braucht Ausdauer und Geduld, denn Johannes Wienemann baut jedes Jahr einen zähen Holzvogel. Am Samstag war es schon 22 Uhr, als der letzte Holzspan mit dem 385. Schuss herunterfiel. „Es war ein spannender Wettkampf“, sagte Brudermeister Heinz-Josef Bühren am Sonntag. Zumal gleich fünf Frauen und Männer bis zum Ende auf den Vogel schossen: Rolf Schmitz, der ein drittes Mal König werden wollte, Josefa Arntzen, Gabriele Schroers, Hubert Remers und Maximilian Floren, der es im vergangenen Jahr schon einmal versucht hatte. Aber 2018 wurde Tim Schmitz König der St.-Willibrord-Schützen. Dieses Mal, im zweiten Anlauf, setzte sich dagegen Maximilian Floren durch. „Er wollte es unbedingt“, berichteten Schützenfreunde.

„Es war unglaublich spannend, ein Nervenkitzel“, erzählte der 23-Jährige, der vor drei Jahren mit seiner Frau, zwei Kindern, Bruder und Eltern von Rees nach Wardt gezogen ist. Damals suchte die Familie mehr Platz für sich, und als sie während eines Ausflugs durch Wardt fuhr, „haben wir uns sofort in die Ortschaft verliebt“, erinnerte sich Maximilian Floren. „Wir wussten direkt, das wird unsere Heimat.“ Sie übernahmen den leerstehenden Ilshof und machten daraus ein Mehrgenerationenhaus. Direkt im ersten Jahr im Inseldorf trat Maximilian Floren in die St.-Willibrord-Schützen ein. Nun sind er und seine Frau Rachel König und Königin. Ein Jahr lang repräsentieren sie die Schützenbruderschaft, zusammen mit ihren Thronpaaren Roman Floren und Thalia Rupp sowie Thilo Heinen und Lorena Hermanns. Am Sonntag wurde dem neuen König das Silber überreicht, nachdem es von Propst Klaus Wittke gesegnet worden war. „Das war ein bewegender Moment“, berichtete der junge Wardter.

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Das Schießen hatte am Samstagnachmittag begonnen. Am Anfang nahmen rund 70 Frauen und Männer daran teil. Die Ehrenschüsse gaben der vorherige König Tim Schmitz, Bürgermeister Thomas Görtz, Vogelbauer Johannes Wienemann und Diözesankönig Michael Borninghoff ab. Den ersten Preis (den Johann-Willemsen-Gedächtnispreis) holte Lennard Laakmann, den zweiten Preis (den Johannes-Pieper-Gedächtnispreis) Hans-Jürgen Küppers. Der dritte Preis ging an Margret Willemsen, der vierte an Louis Wolny. Kai Schmitz gewann den ersten Sonderpreis (den Heinrich-Hegmann-Gedächtnispreis), Ute Spies den zweiten (den Johannes-Pieper-Gedächtnispreis), Karl Heien den dritten und Karl-Georg Scholten den vierten Sonderpreis.

Der nächste Termin ist am Freitag, 16. August: Im Festzelt steigt die Schlagerparty mit „Magic Sound“, der Eintritt ist frei. Am Samstag, 17. August, geht es früh weiter: Ab 7 Uhr zieht das Tambourcorps in zwei Gruppen zum traditionellen Wecken durch Wardt. Um 17 Uhr ist Antreten am Pfarrheim, dann wird der neue Thron abgeholt. Gegen 18 Uhr ist auf dem Sportplatz die Festparade geplant. Am Abend feiern die Schützen den Galakrönungsball. Brudermeister Bühren lädt alle Wardter zum Mitfeiern ein. Der Eintritt ist frei.