Schützen marsch: Der BHDS feiert 2018 Bundesfest in Xanten

Xanten: Die Schützen sind da

Mit einem ökumenischen Gottesdienst, Zapfenstreich und Kölschen Abend beginnt das 76. Bundesfest in Xanten. Heute wird der neue Bundeskönig ermittelt.

Für Hermann-Josef Degen und seine Dorothea sind es die letzten Stunden. Die letzten Stunden als Bundeskönig. Denn am Samstag (15. September) beginnen die Schießwettbewerbe auf dem Fürstenberg in Xanten. Spätestens um 17 Uhr, wenn Hochmeister Dr. Emanuel Prinz zu Salm Salm den neuen König oder die neue Königin proklamieren wird, steht fest, wer die rund 400.000 Mitglieder des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) fortan repräsentieren wird.

Zu Degens Ehren fand am Freitagabend der Große Zapfenstreich auf dem Markt statt. Angeführt vom Bundesspielmannszug St. Victor Xanten zogen der noch amtierende Bundeskönig und die Ehrengäste – Hochmeister zu Salm Salm, Bundesschützenmeister Emil Vogt, Schirmherrin Hubertine Underberg-Ruder, Propst Klaus Wittke und Bürgermeister Thomas Görtz – ein. Es folgten Abordnungen der Xantener BHDS-Bruderschaften – die St.-Viktor-Schützenbruderschaft Birten, die St.-Pantaleon-Schützenbruderschaft Lüttingen, die St.-Martin-Schützenbruderschaft Vynen, die St.-Willibrord-Schützenbruderschaft Wardt und die St.-Helena-Schützenbruderschaft Xanten. Zuletzt wurde die ausrichtende Bruderschaft, die St.-Victor-Bruderschaft Xanten, die in diesem Jahr ihr 625jähriges Bestehen feiert, auf den Markt geführt. Applaus von den Zuschauern, die der feierlichen Zeremonie zahlreich folgten.

Zu Ehren des noch amtierenden Bundeskönig
Zu Ehren des noch amtierenden Bundeskönig Hermann-Josef Degen und seine Dorothea gab es einen großen Zapfenstreich. Foto: Christoph Reichwein (crei)
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Eröffnet wurde das 76. Bundesfest um 18 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst im St.-Viktor-Dom. Bundespräses Monsignore Robert Kleine, Ortspräses und Dompropst Klaus Wittke sowie der Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Xanten-Mörmter, Wolfgang Willnauer-Rosseck, stellten den Gottesdienst unter das Thema „Bekenntnis“. Schirmherrin Hubertine Underberg-Ruder sowie der 2. stellvertretende Bürgermeister der Stadt Xanten und Mitglied der Victor’ssen, Volker Markus, legten dabei ihr Glaubensbekenntnis ab. „Mein Glaube ist mir Heimat“, sagte Underberg-Ruder und erklärte diesen Leitsatz mit den Gegensätzen: „Leid und Ungerechtigkeit bringen mich zum Zweifeln. Eine tief liegende Skepsis, schwer vorstellbar. Deshalb sind Unglaube und Zweifel Bestandteil meines Glaubens.“ Heimat könne man ebenfalls nur erfahren, wenn man einmal in der Fremde war. Für sie sei Heimat auch die innere Heimat. Underberg-Ruder: „Meine Freunde, vor allem meine Familie und der Glaube.“ Glaube sei kein Wissen, sondern ein Geschenk ihrer Eltern. Ein Geschenk Gottes. Volker Markus kam ebenfalls auf seine Heimat zu sprechen. „Meine Heimat ist meine Sprache, mein Glaube, meine Kultur, mein Wohnort, meine Familie, meine Partei und die Bruderschaften.“