Xanten: Schüler, Stadt und Politik setzen aufs Stiftsgymnasium

Xanten: Schüler, Stadt und Politik setzen aufs Stiftsgymnasium

Das Xantener Gymnasium wird erweitert. Wann, in welchem Umfang und was das alles kosten wird, darf die Stadt nun prüfen. Bei den Eltern ist die Schule beliebt, das belegen auch die Anmeldezahlen.

Das Xantener Stiftsgymnasium ist im Aufwind: 120 Schüler werden dort ab Sommer 2018 die Jahrgangsstufe 5 besuchen. Damit liegen der Schule insgesamt 26 Anmeldungen mehr als im vergangenen Jahr vor. Das macht fünf Eingangsklassen, wie die bei der Stadt zuständige Fachbereichsleiterin Sandra Bree gestern Nachmittag im Schulausschuss berichtete. Zum Vergleich: 2017 waren es vier Eingangsklassen, 2016 sogar nur drei.

Nicht nur die guten Anmeldezahlen, sondern auch das bei der Stadt eingereichte Konzept des Stiftsgymnasiums machen deutlich: Die Schule mit Gebäuden aus den 50er und 60er Jahren muss dringend saniert und erweitert werden. Dem konnten selbst die sonst so kritischen Lokalpolitiker nicht widersprechen. Einstimmig (!) beauftragten die Mitglieder des Schulausschusses die Verwaltung, Um- und Neubauvarianten aufzuzeigen und die Kosten zu ermitteln. Ferner sollen schon einmal 200.000 Euro Planungskosten in den Haushalt 2018 eingestellt werden. Falls möglich, sollen auch Fördertöpfe für die anstehenden Baumaßnahmen angezapft werden. Valerie Petit (FBI): "Wir müssen jetzt Geld in die Hand nehmen." Das erstaunte selbst Bürgermeister Thomas Görtz und Fachbereichsleiterin Sandra Bree. Unter Dach und Fach ist das Ganze jedoch noch nicht. Hauptausschuss und Rat müssen dem Beschluss am 15. beziehungsweise 20. März noch folgen.

Wann, wie, in welchem Umfang und was das alles kosten soll, soll also nun die Stadt ermitteln. Das Stiftsgymnasium schlägt - auch mit Blick auf G 9 - vor, am C-Gebäude an der Sportplatzseite einen Anbau mit mindestens 900 bis 1000 Quadratmetern Nutzfläche, verteilt auf drei Etagen, zu errichten. Dort soll dann der naturwissenschaftliche Trakt mit den Räumen für die Fächer Physik und Chemie untergebracht werden, der sich bis dato noch im D-Gebäude befindet. Dieses Gebäude könnte dann im Anschluss saniert werden.

Noch in diesem Jahr sollen im Übrigen das Dach auf dem Fachklassentrakt saniert und die Lüftungsanlage abgebaut werden. Auch dem stimmten die Mitglieder einstimmig zu.

(RP)