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Scheidung zwischen Xanten und Sonsbeck zum Wohl der Kinder - Kommentar

Vereinbarung zwischen Xanten und Sonsbeck : Katalysator für Schulsanierung

Die Vereinbarung, die als Alternative zum Schulverband auf dem Tisch liegt, bietet Xanten und Sonsbeck die Chance, weiter zusammenzuarbeiten, ohne sich dabei in das Korsett einer Zwangsverbindung zu pressen.

In der Debatte über Sonsbecks Austritt oder Verbleib im Schulverband für die Willi-Fährmann-Gesamtschule kann man Verständnis für die Positionen beider Kommunen aufbringen. Sonsbeck sieht angesichts des Wegfalls des Schulstandorts in der Gemeinde und der Gründung einer privaten Realschule vor Ort wenig Sinn, an der Trägerschaft für die Gesamtschule festzuhalten. Xanten will just in dem Moment, in dem Millionen schwere Investitionen anstehen, seinen finanzstarken Partner nicht verlieren und auf den Kosten sitzen bleiben. Eine Pattsituation, die vor allem eines zur Folge hatte: Die dringend benötigte Sanierung der Gesamtschule wurde ausgebremst. Die öffentlich-rechtliche Vereinbarung, die nun als Alternative zum Schulverband auf dem Tisch liegt, bietet den Kommunen die Chance, weiter zusammenzuarbeiten, ohne sich dabei jedoch in das Korsett einer Zwangsverbindung zu pressen. Eine Scheidung, ja – aber mit gütlichem Ende. Profitieren würden die Kinder, die mit Fortsetzung der Sanierungspläne darauf hoffen können, künftig in geeigneten Räumen zu lernen.

Beate
Wyglenda

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