1. NRW
  2. Städte
  3. Xanten

Schäden durch Salzbergbau in Xanten: Fox setzt auf Beratung

Salzgewinnung in Xanten : Schäden durch Salzbergbau: Fox setzt auf Beratung

Nach Auffassung der Wählergemeinschaft Forum Xanten (FOX) reichten Proteste und Unterschriftenaktionen nicht aus, um den Salzbergbau zu stoppen. Wichtig sei die Unterstützung der durch Bergbau Geschädigten.

Die Wählergemeinschaft Forum Xanten (FOX) ist „erfreut, dass das Thema Salzbergbau nun auch andere Parteien und die Verwaltung verstärkt wahrnehmen und die Sorgen der Bürger nachvollziehen können“. Es sei richtig und gut, sich mit der Materie kritisch zu beschäftigen und stärker als in der Vergangenheit die Interessen der Bürger zu vertreten, sagt Fox-Vorsitzender Thomas Janßen. Er sieht jetzt allerdings Zeitdruck.

Joachim Junge vom Fox-Vorstand – im Bergbau als Markscheider tätig – gibt zu bedenken, dass Protest allein Salzbergbau nicht verhindern könne. „Unterschriftaktionen und Demonstrationen gegen den Salzabbau wecken Hoffnungen, die nicht erfüllt werden können“, so Junge. Nach jetziger Rechtslage könne das Salzbergwerk Borth in einer festgeschriebenen Fläche abbauen. Der Gesetzgeber schütze Bergwerkseigentum genauso wie Grundeigentum. Der Bergwerkseigentümer könne nur freiwillig auf sein Eigentum – hier auf die Salzgewinnung – verzichten.

Die Füches begrüßen es zwar, durch Unterschriften Aufmerksamkeit zu erreichen. Abbau aber sei damit nicht zu stoppen. Als erstes hätten Verwaltung, Politik und zuständige Behörden die Belange der Bevölkerung und der Umwelt im Zusammenhang mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zu beleuchten.

Doch es müsse ebenso darum gehen, die durch den Bergbau Geschädigten bei der Durchsetzung ihrer Schadensersatzansprüche zu unterstützen, so Thomas Janßen. „Auch Interessensverbände haben dafür – wie der Bergwerkseigentümer – Juristen, Bauingenieure und Markscheider in ihren Reihen.“ Darum liege eine Unterstützung der Bürger vor allem in der qualifizierten Beratung. Es müsse ihnen der Weg aufgezeigt werden, wie sie auch ohne eine politisch vielfach geforderte Schlichtungsstelle zu ihrem Recht kommen können.

(RP)