RVR verzichtet auf Kooperationsstandort in Sonsbeck

Entscheidung ist gefallen : RVR streicht Kooperationsstandort auf Sonsbecker Gebiet

Das ist das Ergebnis einer internen Sitzung in Essen. Die politischen Fraktionen der RVR-Versammlung schreiben dem Regionalverband nun vor, auf eine Ausweisung in Sonsbeck zu verzichten.

Die Verwirrung war groß, der Ärger auch. Monatelang hatten sich die Ratsfraktionen gestritten, Bürger protestiert. Doch nun scheint die Sache für alle ein glückliches Ende zu nehmen: Der am westlichen Ortsrand vom Regionalverband Ruhr (RVR) geplante Kooperationsstandort wird aus dem Entwurf des Regionalplans gestrichen. Das teilte Heinz-Peter Kamps, Mitglied der RVR-Verbandsversammlung, nach einer interfraktionellen Sitzung am Dienstagabend mit.

Eine interne Kommission hatte zuvor in Essen getagt, um einen Beschluss zu den interkommunalen Kooperationsstandorten vorzubereiten. Dieser wurden die Einwendungen und Stellungnahmen, die im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung eingereicht wurden, vorgelegt. Aufgrund dieser Einwendungen hatte der RVR vorgeschlagen, die Stellungnahme der Gemeinde Sonsbeck in Teilen zu übernehmen und die ursprünglich geplante Fläche von 46 Hektar auf 32 Hektar zu verringern. Die Verwaltung hingegen hatte die völlige Streichung gefordert. Dies sei vom RVR mit Verweis auf regionalplanerische Gründe zunächst abgelehnt worden, teilte Heinz-Peter Kamps unserer Redaktion mit.

Gegen die Vorstellungen der RVR-Planer stellte sich dann aber die CDU-Verbandsversammlungsfraktion und sprach sich für einen kompletten Verzicht auf den Standort Sonsbeck aus. Da auch durch die Vertreter der übrigen Fraktionen zustimmten, wird „in der Öffentlichkeitsbeteiligung zum sachlichen Teilplan ein Standort Sonsbeck nicht mehr erscheinen“, verkündet Kamps. „Ich konnte meine Fraktion mit dem Argument überzeugen, dass eine Ausweisung letztlich zu einer ,Planungsleiche’ führen wird.“

Denn der Gemeinderat hatte sich zuletzt einstimmig dafür ausgesprochen, auch bei einer Ausweisung eines Standorts keine planerische Umsetzung in Angriff zu nehmen. „Auch bei einer möglichen anderen Ratszusammensetzung nach der Kommunalwahl ist nicht damit zu rechnen.“