Rock am Dick in Sonsbeck: Mit Freunden und Musik auf dem Acker abrocken

Sonsbeck : Rock am Dick: Mit Freunden auf dem Acker abrocken

Ob Ska, Punk, Soul oder Metal – die Allgemeine Konzertorganisation Sonsbeck hatte für ein Bühnenprogramm gesorgt, das alle Musikgeschmäcker zufriedenstellte.

ALKO SBK und RAD – das sind zwei Begriffe, die aus Sonsbeck und Umgebung seit vielen Jahren nicht mehr wegzudenken sind. Hinter dem ersten verbirgt sich ein Gruppe junger Menschen, die sich ursprünglich als Freundeskreis zur „Allgemeine Konzertorganisation Sonsbeck“ zusammengefunden hat, der andere steht für die größte Konzertveranstaltung dieser Organisation, dem „Rock am Dick“, zu dem am Samstag zum 15. Mal viele Hunderte von Gästen pilgerten.

Der Begriff „pilgern“ ist bei dieser Veranstaltung mit Bedacht gewählt, denn das Konzert findet nicht inmitten der Gemeinde Sonsbeck statt, die Gäste müssen sich auf einen recht langen Weg zu einer Wiese begeben. Auf diesem Platz hatte das 80-köpfige Orgateam auch in diesem Jahr wieder eine riesige Bühne und viele Verkaufs- und Ausschankplätze für Getränke aufgebaut. Dass das Bier im Eintrittspreis inbegriffen ist, mag ein kleines zusätzliches Bonbon sein, Grund für den großen Andrang der Besucher, die sich am Samstagnachmittag wieder einmal in einer viele Meter langen Schlange vor der Kasse anstellten, ist aber ein ganz anderer wie die Studentin Tabea Mirbach, die seit sechs Jahren mit ihren Freundinnen aus Geldern nach Sonsbeck kommt, zu verstehen gab: „Mit meinen Freundinnen komme ich immer wieder gern hier zu diesem großen Konzert, weil wir hier jedes Jahr mit all unseren Freunden eine coole Zeit verbringen.“ In ihrem Sinne äußerten sich alle Festivalgäste, so auch die Sportgemeinschaft „Ultimate Frisbees“ aus Alpen-Bönninghardt, deren Sprecher Lukas Fürtjes (23) treffend das Stichwort „Tradition“ ins Gespräch brachte.

Mit einem Teil seines Teams war der Pfadfinderleiter Tobias Klemm von der Maria-Magdalena Gemeinde Geldern nach Sonsbeck gekommen, auch der Autolackierer Thomas Schoemakers aus Krefeld ist seit vielen Jahren Gast des Festivals.

Mit sieben Bands sorgte die ALKO SBK für ein tolles Line-up. Die Newcomer-Band „Black Orchid“ aus Xanten, „The Vordraenglers“ aus Krefeld „Datenschmutz“ aus Grevenbroich, „The Tibbs“ aus Amsterdam, „Tony Gorilla“ aus dem Ruhrpott, „The Tips“ aus Düsseldorf und „Los Placebos“, ebenfalls aus dem Ruhrpott, hatten von 17 bis 1 Uhr je halbstündige Auftritte, die ganz dem Prinzip der Veranstalter entsprachen, das da heißt: „Neben großen Headlinern wollen wir auch kleinen, noch recht unbekannten Bands die Möglichkeit bieten, vor einem großen Publikum zu spielen.

Als Überraschungsgast kam die Gruppe „Z21“, fünf Sonsbecker Jungs, die maßgeblich am Erfolg des Festivalkonzepts beteiligt waren, schon recht früh auf die Bühne. Mit ihren Titeln im Hardrock-Genre fanden sie zahllosen begeisterte Zuhörer, sie selber feierten die Musik der „Vordraenglers“, die Titel präsentierten, die sie auch schon vor 15 Jahren geboten hatten, bestens gelaunt ab. Ob Ska, Punk, Soul oder Metal, die ALKO SBK hatte für ein Bühnenprogramm gesorgt, das alle Musikgeschmäcker zufriedenstellte.

Nicht nur dem Sicherheitskonzept, sondern auch dem vorbildlichen Verhalten aller Gäste war es zu verdanken, dass mit dem Auftritt des Headliners „Los Placebos“ um kurz nach Mitternacht ein weiteres unvergessliches Rock Am Dick endete.

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