Xanten: Riesiges Marienschulfest zum Geburtstag

Xanten: Riesiges Marienschulfest zum Geburtstag

In der vergangenen Projektwoche wurde geübt, experimentiert und geprobt, was das Zeug hält. Im Foyer entsteht ein Holz-Boot, das noch in den Dom gerollt werden soll, auf dem Domvorplatz ein riesiges Festzelt.

Und die haben es tatsächlich in sich: 140 Eltern, so Schulleiter Michael Lemkens, packen mit an, alle 530 Schülerinnen sind im und ums Haus mit verschiedenen Aktionen im Einsatz. Und von 180 geladenen Gästen haben 152 ihr Kommen zugesagt. Das Fest beginnt für diesen Personenkreis offiziell um 10 Uhr mit einem Pontifikalamt, das der Münsteraner Bischof Dr. Felix Genn hält. Und weil bei einem solchen Anlass der weitere Zeitrahmen nun mal nicht hundertprozentig festgelegt werden kann, geht es nach einer Pause und dem Umzug ins Festzelt mit seinen sage und schreibe 780 Sitzplätzen um 12 Uhr weiter - mit Festreden und Grußworten von Lemkens, Propst Klaus Wittke, Dr. William Middendorf vom Generalvikariat, Bürgermeister Thomas Görtz und der Schulpflegschaftsvorsitzenden Astrid Schilling.

Vorband, Bigband, Chor und die Sketch AG lockern das Geschehen auf, bevor es für die Schülerinnen in der Schule und die geladenen Gäste im Kapitelsaal und Kreuzgang zum Mittagessen geht. Caterer Tajsich aus Kleve, übrigens auch Vater einer Schülerin, der auch das tägliche Mensa-Essen kocht, legt sich dafür ins Zeug.

Richtig rund geht's dann ab 15 Uhr. Allein das Programm für das dreistündige Schulfest umfasst eine gut vollgeschriebene DIN-A-4-Seite, wobei am Anfang der Schulleiter dann noch einmal die Gästeschar begrüßt. "Mit einer zweiten, natürlich anderen und kürzeren Rede", kündigte Lemkens gestern schon mal beruhigend an. In der Aula, auf einer Open-air-Bühne und im Zelt gibt's Improvisationstheater, Sketche, HipHop, Musik der Ehemaligenband und der Xantener Schottenmusiker Pipes and Drums.

Im Außenbereich wird gespielt (wie früher), getestet, wie weit Luftballons fliegen, getanzt und (in Verkleidung) fotografiert. Da werden chinesische Zöpfe geflochten, sportliche Leistungen (einmal anders) möglich, führen Schülerinnen ihren eigenen digitalisierten Stadtführer vor, gibt's Essen, Getränke, Fair-Trade-Waren, Kochbücher und es werden Festschriften verkauft. Und da können Jacken und Tassen mit dem Schullogo bestellt werden.

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Märchenspiele, ein Schulfilm, Ausstellungen, Physik- und Chemieexperimente, Fresken und Skulpturen: Auch "im Haus und überall" wird was los sein. Lemkens: "Das bedeutet einen riesigen logistischen Aufwand, vermutlich gute Nerven und auch jede Menge Spaß, weil so viele Menschen mit anpacken."

Eltern sind als Parkplatzwächter (auf der Esels- und APX-Wiese gegenüber) im Einsatz, im Matrialbüro, beim Wertmarkenverkauf, am Pommes- und Grillstand sowie bei der Gebäckannahme und in der Cafeteria. Allein für die unübersehbare Zahl von Kuchen wurden zig Kühlschränke angemietet. Sie sorgen für den Losverkauf. Um 17.45 Uhr werden Preise im Wert von insgesamt 11.000 Euro gezogen. Und danach wird - so weit es geht - abgeräumt.

Dann kehrt wieder Ruhe ein. Vorübergehend. Denn gefeiert wird der Geburtstag bekanntlich bis Ende des Jahres.

(RP)
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