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Rhine Cleanup: Dutzende sammeln Müll vom Xantener und Rheinberger Rheinufer

Umweltaktion : Dutzende sammeln Müll vom Xantener und Rheinberger Rheinufer

Die deutschlandweite Müll-Sammelaktion entlang des Rheins fand auch in Xanten und Rheinberg viele Freiwillige. Mit rund 70 Teilnehmern waren es in Xanten mehr als im Vorjahr.

Dutzende Menschen haben am Samstag in Xanten entlang des Rheins Müll aufgesammelt. „Der Abfall hat in der Landschaft und im Wasser nichts zu suchen“, sagte Carsten Fröhlich vom Naturschutzbund (Nabu) Xanten. Der Müll lande sonst über den Rhein im Meer, und es dauere Jahre, bis sich zum Beispiel Zigarettenkippen zersetzten. Bei Getränkedosen vergingen sogar 200 Jahre, bei Plastikflaschen 450 Jahre.

„Warum werfen Menschen so etwas weg?“, fragte Christine Pokall, als sie einen Einweg-Kunststoffteller gefunden hatte. „Es müsste doch mittlerweile jeder wissen, dass es ein Problem ist.“ Innerhalb kurzer Zeit waren die ersten Müllsäcke gefüllt. Die Sammler fanden unter anderem Plastikflaschen, Zigarettenkippen, zwei Matratzen, einen Teppich und einen Topf.

Nicht nur in Xanten, sondern entlang des gesamten Rheins wurde am Samstag Müll aufgesammelt, auch in anderen Kommunen in NRW, in den Niederlanden und in der Schweiz. Dazu hatten die Organisatoren der Aktion RhineCleanUp aufgerufen, zu Deutsch: Rheinsäuberung. In Xanten wurde das Müllsammeln vom Nabu organisiert. Er stellte Greifzangen, Säcke und Container. Fröhlich schätzte die Zahl der Teilnehmer auf rund 70. Damit seien es noch einmal mehr als 2019. „Ich bin begeistert von der Resonanz.“

Während des Müllsammelns wurden die Corona-Regeln eingehalten. Die Teilnehmer zogen in kleinen Gruppen los, sie hielten den Abstand ein oder setzten einen Mundschutz auf. Treffpunkt war der Anleger für die Rheinfähre an der Bislicher Insel gewesen. Von dort zogen die Müllsammler flussaufwärts und flussabwärts. Einige wollten mit Autos nach Lüttingen und Vynen fahren, um auch dort Abfall aufzuheben.

Zahlreiche Privatpersonen halfen, aber auch Xantens Klimaschutzmanagerin Lisa Heider und Kommunalpolitiker zum Beispiel der Parteien und Wählergemeinschaften CDU, FBI, FOX und SKU. Auch die Pfadfinder machten wieder mit. „Es ist wichtig, sich für die Umwelt einzusetzen, jeder kann einen kleinen Beitrag leisten“, sagte Pfadfinder Paul Schönberner vom DPSG Stamm St. Viktor Xanten.

(wer)