RB 31: Grüne fordern Ausbau der Strecke zwischen Xanten und Duisburg

RB 31 : Grüne fordern Ausbau der Zugstrecke zwischen Xanten und Duisburg

Die Grünen von Moers, Xanten, Rheinberg, Alpen und Sonsbeck beklagen, dass es auf der Strecke der Regionalbahn 31 weiterhin zu Verspätungen kommt. Sie geben dafür der Deutschen Bahn die Schuld – weil diese für die Gleise verantwortlich ist.

Die Grünen fordern die Deutsche Bahn dazu auf, die Strecke der Regionalbahn (RB) 31 so bald wie möglich zu modernisieren und auszubauen. Die Züge hätten regelmäßig Verspätung oder fielen ganz aus, weil es Störungen an einem Stellwerk, einer Signalanlage oder einem Bahnübergang gebe. Der Konzern müsse deshalb die finanziellen Mittel für „grundlegende Investitionen“ bereitstellen, damit das Bahnfahren zwischen Xanten und Duisburg „wieder akzeptabel und attraktiv“ werde, schreiben die Grünen-Ortsverbände aus Moers, Rheinberg, Xanten, Alpen und Sonsbeck. Die RB 31 wird von der Nordwestbahn betrieben. Verantwortlich fürs Schienennetz ist aber die DB Netz, eine Tochter der Deutschen Bahn (DB).

Die Grünen fordern den zweigleisigen Ausbau in Rheinberg und die Elektrifizierung der gesamten Strecke. Sie untermauern ihre Position mit mehr als 1300 Unterschriften, die sie in den vergangenen Wochen in den fünf Städten und Gemeinden Region gesammelt haben. „Das ist eine sehr gute Resonanz“, sagte Jürgen Bartsch von den Grünen in Rheinberg. Die Deutsche Bahn habe ihnen nicht erlaubt, an den Bahnhöfen Unterschriften zu sammeln. Deshalb hätten sie Bahnfahrer bei Veranstaltungen in den Innenstädten persönlich ansprechen müssen. Dabei hätten ihnen viele Menschen berichtet, dass sie selbst oder Angehörige regelmäßig Verspätungen und Zugausfälle auf der Strecke erlebten.

Die Grünen machen dafür eine „jahrzehntelange Vernachlässigung“ des Schienenverkehrs verantwortlich. Allerdings äußern sie sich skeptisch, ob die Deutsche Bahn die Strecke in naher Zukunft ausbaut. In der Vergangenheit seien schon Investitionen gefordert worden. „Aber die DB Netz tut es nicht“, kritisierte der Grünen-Politiker Lukas Aster aus Sonsbeck, verkehrspolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion.

Deshalb ruft er zusammen mit seinen Parteifreunden Frank Seitz (Xanten), Dagmar Krause-Bartsch (Rheinberg) und Peter Nienhaus (Alpen) die Bundestagsabgeordneten Sabine Weiss (CDU) und Bärbel Bas (SPD) sowie die CDU-Landtagsabgeordnete Charlotte Quik dazu auf, „sich endlich und unmissverständlich für die Schiene am linken Niederrhein einzusetzen“. Sie müssten auf Bundes- und Landesebene Druck auf den Konzern ausüben. „Wer die Verkehrswende und damit gleichzeitig den Klimaschutz fördern will, muss die Schiene massiv unterstützen und verbessern.“

In den vergangenen Monaten waren viele Züge auf der Strecke auch deshalb ausgefallen, weil sich Lokführer der Nordwestbahn kank gemeldet hatten. Das Unternehmen setzte deshalb einen Ersatzfahrplan ein. Mehrere Verbindungen wurden gestrichen, stattdessen fuhren Busse. Mittlerweile hat die Nordwestbahn nach eigenen Angaben aber wieder ausreichend Lokführer, um den regulären Fahrplan zu bedienen.

Mehr von RP ONLINE