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Rat verzichtet vorerst auf Verkauf der früheren Bürgermeisterei Wardt

Historisches Gebäude in Xanten : Alte Bürgermeisterei in Wardt: Verkauf vorerst keine Option

Der FZX zieht aus dem historischen Gebäude aus. Jetzt werden Möglichkeiten für Nachnutzungen gesucht.

Ein Verkauf der früheren Bürgermeisterei Wardt am Kapitel ist vorerst für den Rat keine Option. Das Haus gegenüber vom Dom wird derzeit noch von den Mitarbeitern des Freizeitzentrums FZX genutzt. Doch der Mietvertrag endet im Sommer, so dass es dann wieder leer steht. Verschiedene Nutzungsmöglichkeiten bieten sich an. Diese soll die Stadt nun prüfen und dem Rat die Alternativen vorlegen. Mit Ausnahme eines Verkaufs, wie ihn die CDU ebenfalls gerne in den Untersuchungsumfang mit aufgenommen haben wollte.

Matthias Voll von der BBX betonte im Planungsausschuss schon mal sein entschiedenes Nein zu einem Verkauf. „Die frühere Bürgermeisterei darf nicht verkauft werden, sondern muss im Besitz der Stadt bleiben.“ Sollte doch eines Tages die Frage einer Veräußerung akut werden, werde die Bürger-Basis-Xanten eine Unterschriftenaktion dagegen starten, kündigte er an. Er hatte sich auch für eine Nutzung als Standesamt ausgesprochen.

Für Olaf Finke (SPD) ist ein Verkauf ebenfalls keine Option. Die Stadt müsse Immobilien mit einer besonderen Geschichte pflegen, sagte er. Pankraz Gasseling (CDU) dagegen sprach sich für die Prüfung aller Varianten aus. Dafür fand er aber weder im Ausschuss noch später im Rat eine Mehrheit.  

Die Alte Bürgermeisterei liegt zwar mitten in Xantens Innenstadt, gehörte aber lange Zeit zum Amt Wardt. Das Haus, Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet, war abwechselnd Verwaltungsgebäude und Wohnhaus. Der jetzige Nutzer, das Freizeitzentrum Xanten, zieht im Laufe des Jahres in das Info-Zentrum an der Südsee um.