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Radfahren am Niederrhein: Zehn Strecken-Tipps für die nächste Radtour

Unterwegs am Niederrhein : Zehn Strecken-Tipps für die nächste Radtour

Es gibt unzählige Möglichkeiten für eine Radtour am Niederrhein. Wir haben Vielfahrer gefragt, welche Strecken sie empfehlen. Das Ergebnis sind zehn Vorschläge für einen Ausflug mit dem Fahrrad – inklusive einer Beschreibung der Strecken.

  1. Der erste Strecken-Vorschlag kommt vom Rheinberger ADFC-Vorsitzenden Hans-Gerd Schroers. Er empfiehlt die 40 Kilometer lange Kiesland-Runde. „Auf dem Rundkurs zwischen Rheinberg und Moers kommen wir immer wieder an Baggerlöchern vorbei, die der Kiesabbau in die Niederrheinlandschaft gerissen hat“, erklärt Schroers. „Jeder kann sich bei dieser Tour seine Gedanken über den Eingriff in die Naturlandschaft am Niederrhein machen.“ Von Vierbaum geht es über Utfort, Rheinkamp und Eversael zurück nach Vierbaum. Es ist eine von etwa 40 Touren, die der ADFC Rheinberg 2021 organisiert. Wegen der Corona-Pandemie musste sie ausfallen, kann aber selbstständig gefahren werden. Weitere Informationen gibt es beim ADFC Rheinberg.
  2. Der zweite Tipp kommt von Klaus-D. Lau, einem Tourenleiter der Gruppe Xantour. Er empfiehlt eine 56 Kilometer lange Strecke von Xanten über Grieth und Kalkar zurück nach Xanten. Vom Plaza del Mar geht es an der Südsee entlang durch Wardt, weiter auf dem Deich bis Reeserschanz und Sporthafen Obermörmter durch Niedermörmter, bei Mühlenfeld wieder auf den Deich, am Wunderland Kalkar vorbei nach Grieth. Auf den Bänken an der Fähre ist eine Pause möglich. Weiter geht es durch Grieth über die Felder nach Wissel und entlang des Sees nach Kalkar. „Belohnt Euch an der Eisdiele“, rät Lau. Dann geht es über Appeldorn zum Alleenradweg nach Xanten. „Habt Spaß an der Bewegung, seid nicht so verbissen und grüßt Euch, auch wenn Ihr Euch nicht kennt.“ Impressionen hat Lau online veröffentlicht: www.komoot.de/tour/224068193
  3. „Gerne fahre ich abseits der bekannten Routen“, sagt Peter Zelmer, Vorsitzender des ADFC Hamminkeln. „Es ist jetzt zu Corona-Zeiten gut, wenn man nicht so vielen Menschen begegnet.“ Zelmer liefert den dritten Tipp: die Drei-Flüsse-Route. Durch die vorhandenen Verbindungsstrecken sind verschiedene, zwischen 50 und 65 Kilometer lange Strecken zwischen Hamminkeln, Schermbeck, Hünxe und Wesel möglich. Eine Alternative: „Wer lieber links der Issel unterwegs ist, dem empfehle ich die Streuobstwiesentour zwischen Hamminkeln, Haffen und Bislich.“ Die 42 Kilometer lange Strecke ist ein Vorschlag aus der ADFC-Broschüre „Unsere schönsten Touren“. „Gerade jetzt zur Blütezeit eine wunderschöne Strecke abseits der altbekannten Pfade.“ Mehr Informationen gibt es beim ADFC Hamminkeln.https://hamminkeln.adfc.de
  4. Der Xantener ADFC-Vorsitzende Ernst Engels empfiehlt eine familienfreundliche Kurztour, die am Markt in Xanten beginnt und über die Beek zur Bislicher Insel führt. „Hier sollte man die Gelegenheit nutzen und einen Abstecher zu den Schutzhütten einplanen, um von dort viele Vogelarten zu beobachten. Mit etwas Glück kann man auch die Seeadler entdecken.“ Auf der Weiterfahrt sind auch Störche zu sehen, die ihre Nester wieder in Besitz genommen haben. „Wer mag, kann in der bäuerlichen Ortschaft Ginderich die katholische Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt besichtigen, die seit 2005 zur Wallfahrtskirche geworden ist.“ Von dort gehe es vorbei an den Baggerseen von Menzeln-Ost nach Winnenthal. Die ehemalige Burg ist heute eine Seniorenresidenz. Über eine leicht hügelige Landschaft erreicht man dann Birten, wo man zumindest die gemütliche Atmosphäre des Amphitheaters schnuppern kann. Nach einer kurzen Anstrengung über den Fürstenberg erreicht der Radfahrer wieder Xanten. Etwa 27 Kilometer ist diese Strecke lang.
  5. „Das Ruhrgebiet ohne Büdchen – das ist wie ein Fahrrad ohne Reifen“, sagt Rheinbergs ADFC-Vorsitzender Hans-Gerd Schroers. Sein nächster Strecken-Tipp heißt deshalb: Tour-de-Bude – Trinkhallentour durch Duisburg. Es ist eine weitere geführte Radtour des ADFC Rheinberg in diesem Jahr. Geplant ist sie für Mittwoch, 5. Mai, 10 Uhr bis 16 Uhr. Sie kann aber auch selbstständig gefahren werden. „Bei dieser Tour haben wir die Möglichkeit, die unterschiedlichen Ortsteile von Duisburg anzusehen“, erklärt Schroers. Auf dem Rundkurs liegen etwa 40 Trinkhallen. An acht Trinkhallen ist eine Pause geplant. Die Strecke geht von Budberg über Walsum, Duisburg und Rheinhausen zurück nach Budberg. Weitere Informationen zu dieser und anderen Touren stehen im Radtouren-Portal des ADFC.touren-termine.adfc.de
  6. Auch der Alpener Thomas Hommen ist leidenschaftlicher Radfahrer. Seine Tour-Empfehlung startet und endet am Draisinenbahnhof in Kleve. Von dort geht es durch den Schlosspark und entlang des neuen Draisinenradweges zuerst nach Kranenburg und dann ab Groesbeek durch malerische Wälder bis zur Altstadt von Nijmegen. „Dort kann man am Marktplatz üblicherweise wunderbar einkehren und ein Stück Apfelstrudel genießen“, erklärt Hommen. Frisch gestärkt geht es runter zur Promenade der Waal. Auf dem Deich fährt man entlang schöner Auenlandschaften – mit etwas Glück lassen sich dort Wildpferde bestaunen. Über Kekerdom, Millingen und Griethausen geht es zurück zum Ausgangspunkt in Kleve. Die Strecke ist etwa 60 Kilometer lang, es gibt keine Steigungen, es ist eine gute Wegstrecke, sagt Hommen.
  7. Uwe Wadleich ist ebenfalls Tourenleiter bei der Gruppe Xantour. Sein Tipp ist eine „schöne Tour vom Plaza del Mar in Xanten nach Wetten“. Die Strecke ist etwa 50 Kilometer lang, von Xanten geht es über Boxteler Bahn, Tüschenwald, Issumer Fleuth, Dünnbruchgraben, Bauerncafe Binnenheide, Achterhoek, Haus Winkel und Grenzdyck zurück nach Xanten. „Diese Strecke ist Natur pur“, erklärt Wadleich. „Bis auf Xanten keine Städte.“ Mit einem E-Bike ist es eine leichte Strecke. „Für Kinder nicht geeignet“, sagt Wadleich. Mehr über Xantour erfahren Sie auf der Homepage des Vereins.www.xantour.de
  8. Der dritte Tipp des Rheinberger ADFC-Vorsitzenden Hans-Gerd Schroers heißt „Schöne Aussichten“. „Diese sportliche Tour führt uns zu den drei Halden Pattberg, Norddeutschland und Rheinpreussen“, erklärt Schroers. „Vom höchsten Punkt der jeweiligen Halde können wir die schöne Aussicht auf den Niederrhein genießen.“ Die etwa 40 Kilometer lange Tour führt von Rheinberg über Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Moers zurück nach Rheinberg. Am Dienstag, 11. Mai, plant der Rheinberger ADFC eine geführte Tour über diese Strecke, sofern die Corona-Pandemie es zulässt. Eine Anmeldung ist über das Radtouren-Portal des ADFC möglich. touren-termine.adfc.de
  9. Vielfahrer Thomas Hommen empfiehlt eine weitere Strecke: „Von Brücke zu Brücke“. Start und Ziel ist Alpen. Von dort geht es über Winnenthal und den Fürstenberg bis zum APX in Xanten, entlang der Süd- und Nordsee auf den Deich in Vynen. Von dort geht es zur Rheinbrücke in Rees. Dort wartet auf den Radfahrer eine malerische Rheinpromenade, an deren Ende ein Skulpturenpark zum Verweilen einlädt. Von dort geht es über den Deich entlang malerischer Auenlandschaften nach Bislich und Flüren bis zur Rheinpromenade in Wesel. Von dort fährt man über die Rheinbrücke nach Büderich bis zum Freizeitsee in Menzelen, dessen Umrundung man unbedingt einplanen sollte. Abschließend sind es noch rund sechs Kilometer bis nach Alpen. Insgesamt ist die Strecke etwa 65 Kilometer lang, sie hat kaum Steigungen, eine gute Wegstrecke.
  10. Der zehnte und letzte Strecken-Tipp kommt von Ernst Engels. Die Tour beginnt und endet am Xantener Markt, sie folgt weitestgehend dem Knotenpunktsystem. „So haben Sie die Möglichkeit, sich einfach zu orientieren, denn an jedem Knotenpunkt wurde eine Übersichtskarteaufgestellt“, erklärt Engels. Man verlässt Xanten in Richtung Bahnhof über den Knotenpunkt 42, fährt vorbei am APX, kommt über den Trajanring zum Boxteler Bahnradweg, erreicht über eine sehr abwechslungsreiche Strecke Uedem und fährt durch den Ort. „Gelegenheit, Vorräte aufzufüllen.“ Weiter geht es durch Feld, Flur und Wald, bis kurz hinter dem Knotenpunkt 44 der Niers-Radwanderweg erreicht wird. In Weeze kann man den Tierpark besuchen, aber auch an einer Eisdiele ein Eis zum Mitnehmen holen. Anschließend folgt man dem Niersradweg, vorbei an Kevelaer und Winnekendonk. Dort fährt man über die Sonsbecker Straße, bis man den Hinweis zum Knoten 67 erhält. Über die weiteren Knotenpunkte 58, 49, 23 erreicht man wieder die Stadtmitte von Xanten.