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Private Realschule in Sonsbeck baut fürs neue Schuljahr aus

Bildung in Sonsbeck : Realschule baut fürs neue Schuljahr aus

Um nach den Sommerferien zwei neue Fünfer-Klassen aufnehmen zu können, müssen an der Privatschule in Sonsbeck weitere Räume hergerichtet werden. Die Pläne stehen noch am Anfang. Fest steht, es geht nun in einen anderen Trakt.

Die Halbjahreszeugnisse sind noch nicht vergeben, und doch steckt die Realschule Sonsbeck schon mitten in den Vorbereitungen fürs kommende Schuljahr. Denn an der 2020 gestarteten Privatschule müssen nicht nur die Stundenpläne erstellt und Lehrer zugeteilt werden, dort stehen Ausbauarbeiten an. Schließlich sollen nach den großen Ferien auch die neuen Fünfer-Klassen helle und schick renovierte Räume vorfinden. Dafür geht’s erstmals in einen weiteren Gebäudetrakt.

Noch sieht es dort wenig einladend aus. Ein grau gesprenkelter Vinylboden, vergilbte Wände und uralte Heizkörper bestimmen die alten Klassenräume. Schwere, fleckige Vorhänge umrahmen die Fenster. Wie energieeffizient und schallisolierend diese sind, muss noch geprüft werden. In den kommenden Wochen will der Trägerverein der Schule zusammen mit einem Architekten einen Rundgang machen. Wie sieht es mit dem Brandschutz aus? Sind aufwendigere Sanierungen notwendig? Das sind Fragen, die dann geklärt werden sollen. Ebenso: Wie viele Räume sollen überhaupt ausgebaut werden? „Wir brauchen zumindest zwei für das kommende Schuljahr“, sagt Schulleiterin Sonja Laarmanns.

 So sehen die Räume im noch nicht umgebauten Trakt aus. Laut Schulleiterin Sonja Laarmanns müssen dort zumindest zwei Klassen hergerichtet werden.
So sehen die Räume im noch nicht umgebauten Trakt aus. Laut Schulleiterin Sonja Laarmanns müssen dort zumindest zwei Klassen hergerichtet werden. Foto: Armin Fischer (arfi)
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In den Gebäudetrakt sollen dann die älteren Kinder, also die Jahrgangsstufe sieben, einziehen. Kostenpflichtiger Inhalt Die Stufe besteht zwar nur aus einer Klasse, die mit 17 Pionieren gestartet und inzwischen auf 20 Kinder angewachsen ist, „doch spätestens im Religionsunterricht brauchen wir einen weiteren Raum für die Differenzierung“, erklärt Laarmanns. Sprich: Für den individualisierten Unterricht von evangelischen und katholischen Kindern.

In der individuellen Förderung der Kinder liegt der pädagogische Schwerpunkt. „Deshalb wollen wir bewusst eine kleine Schule mit überschaubarer Schülerzahl bleiben und nur langsam wachsen“, sagt Laarmanns. Auch im kommenden Schuljahr soll an der Zweizügigkeit festgehalten und pro Klasse nur maximal 25 Kinder aufgenommen werden. Aktuell gehen 68 Kinder auf die Private Realschule, 20 in der jetzigen Jahrgangsstufe sechs, 48 in die beiden Fünfer-Klassen.

Doch die Nachfrage ist groß. Für das laufende Schuljahr überstiegen die Anmeldungen die Kapazitäten, so dass Schüler abgelehnt werden mussten. Bereits jetzt zeichnet sich eine ähnliche Resonanz für 2022 ab. „Viele Eltern haben schon einen Anmeldetermin für das kommende Schuljahr gebucht“, sagt Laarmanns. Offizieller Anmeldestart ist nach den Halbjahreszeugnissen. „Wir gehen davon aus, wieder zwei Fünfer-Klassen bilden zu können“, so Laarmanns.

Das große Interesse an der Schule wurde auch beim Tag der offenen Tür deutlich, der Ende vergangener Woche stattfand. Unter strengen Hygieneschutzmaßnahmen stellte die Realschule sich vor. Die zahlreichen Besucher mussten die 3G-Regeln erfüllen. Der Förderverein führte Einlasskontrollen durch. „Damit sich nicht gleichzeitig zu viele Menschen im Gebäude befanden, wurden Besucher immer nur dann reingelassen, wenn andere rausgegangen sind“, erzählt die Rektorin. „Sogar die Schüler halfen mit und regelten den Durchgangsverkehr in den Fluren.“

Neben Weihnachtsdekorationen aus dem Kunstunterricht, einem Quiz über Tiere für Viertklässler und einer Musikvorführung mit selbst gebauten Cachons gab’s ein Theaterstück über das Miteinander an der Schule. „Wir hatten Schüler gefragt, was wir aus dem Schulalltag zeigen sollen“, erzählt Laarmanns. „Ein Mädchen sagte, wie toll die Lehrer mit den Schülern umgehen.“

Das macht die Schulleiterin stolz. Und damit das so bleibt, führt sie bereits Gespräche mit den Kollegen fürs kommende Schuljahr. Derzeit sind zehn Lehrer an der Realschule angestellt, manche in Vollzeit, andere neben ihrem Hauptjob nur für einige Unterrichtsstunden. „Wir hoffen natürlich, dass alle bleiben“, betont Laarmanns. Die ersten Signale sind positiv. Dennoch ist Verstärkung notwendig. Zwei weitere Kollegen in Vollzeit sind geplant. Doch auch dafür liefen die Vorbereitungen, versichert Laarmanns.

(beaw)