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Xanten: Praktikantin aus Saintes im Rathaus

Xanten : Praktikantin aus Saintes im Rathaus

Studentin Natacha Ber aus der französischen Partnerstadt Xantens lernte die hiesige Verwaltungsorganisation kennen.

"An das deutsche Abendbrot musste ich mich erst gewöhnen, das gibt es bei uns nicht", erklärt Natacha Ber. Die Studentin aus der französischen Partnerstadt Saintes absolvierte in Xanten ein sechswöchiges Praktikum im Rathaus und in der Bücherei. Die 18-Jährige befindet sich derzeit in einem Studium zur Managementassistentin und interessiert sich für die Fremdsprachen Deutsch und Englisch. Letztere konnte sie in diesem Jahr bereits im Rahmen eines Praktikums an einer englischen Universität vertiefen, in Xanten ging es für sie darum, Einblicke in die Organisation einer Kommunalverwaltung zu erlangen.

Untergebracht war sie während dieser Zeit je drei Wochen bei den Gastfamilien Theisen-Peters in Lüttingen und Hendricks in Vynen. Mit einer Flasche Wein verabschiedete Bürgermeister Thomas Görtz die junge Frau am Montag und zeigte sich dabei überrascht über ihre in der kurzen Zeit erworbenen Fähigkeiten. Den Kontakt zur Partnerstadt Xanten hat eine in Saintes tätige deutsche Lehrerin hergestellt. Für Natacha Ber ist dieses Engagement von großer Bedeutung für ihr weiteres Studium. "Ein Praktikum im Ausland zu absolvieren ist zwar kein Zwang, aber mehr als empfehlenswert", sagt die Französin. Neben dem schulischen Aspekt galt ihr Interesse natürlich auch der Stadt und ihren Menschen. Gleich zu Beginn hat sie deshalb mit einer Besuchergruppe aus Saintes an einer Stadtführung teilgenommen. Besonders gefallen haben ihr dabei der Archäologische Park und die Kriemhild-Mühle. Eher verwundert war sie hingegen über den Weihnachtsmarkt: "So etwas gibt es bei uns nicht." Der kulturelle Austausch fand aber auch in der Küche der Gastfamilie statt, berichtet Andrea Theisen: "Sie hat gelernt, Kokosmakronen und Vanillekipferl zu backen, dafür hat sie uns gezeigt, wie französisches Schwarz-Weiß-Gebäck gemacht wird." Ganz andere Fähigkeiten erwarten die Studentin in der Heimat. In einer schriftlichen Ausarbeitung muss sie zeigen, was sie in Xanten gelernt hat. Als Thema hat sie sich die Vorbereitung eines Seminars vorgenommen. Am Freitag tritt Natacha Ber die Heimreise an. Und: "Am meisten vermissen werde ich nach sechs Wochen in Xanten das deutsche Abendbrot."

(RP)