Posaunenwerk der Evangelischen Kirche im Rheinland spielte Konzert im Xantener Dom

Posaunenchöre vom Niederrhein : Weihnachtszeit musikalisch verabschiedet

Die Posaunenchöre vom Niederrhein hatten zum Konzert in den Xantener St.-Viktor-Dom eingeladen. Die 130 Blasmusiker stellten zwei Stunden lang ihre Qualität unter Beweis. Der Dom war beinahe voll besetzt.

Eines der schönsten gemeinschaftlich gefeierten Feste der katholischen Propstgemeinde St. Viktor Xanten und der Evangelischen Kirchengemeinde Xanten ist die „Nachweihnachtliche Musik der Posaunenchöre vom Niederrhein“, zu der am vergangenen Sonntag viele Hundert Gäste in den St.-Viktor-Dom kamen. Hier spielten, im Altarraum stehend, 130 Posaunisten vom gesamten Niederrhein und das Auswahlensemble „Buccinate Deo“ stimmungsvolle Bläsersätze und Choralfantasien zu bekannten Weihnachtsliedern.

Das gelang den Musikern – die sich ebenso wie die Helfer der Probsteigemeinde unentgeltlich engagieren – als großartig aufeinander abgestimmter Klangkörper, der den gesamten Dom mit hervorragend gespielter Blasmusik erfüllte. Dankbar zeigte sich auch Jörg Häusler als Gesamtleiter des „Posaunenwerks der Evangelischen Kirchen im Rheinland“ dafür, dass den Musikern der Dom als größtes Bauwerk in der Region für dieses Konzert zur Verfügung gestellt wurde. „Es ist uns eine große Freude, dass wir die Weihnachtszeit hier in diesem großartigen Bauwerk mit sehr vielen Mitgliedern unserer Musikerfamilie abschließen können“, erklärte er. Als Zeichen der gelebten Ökumene traten der Pfarrer der evangelischen Kirche, Wolfgang Willnauer-Rosseck, und die Pastoralreferentin der Propstgemeinde, Christiane Flüchter, zur Begrüßung der Gäste, zu den Lesungen, zur Erteilung des Segens und zur Bitte um eine Spende abwechselnd an das Sprechpult im Altarraum.

Das Programm begann mit einem offenen Singen, bei dem nur das zehnköpfige Auswahlensemble „Buccinate Deo“, was frei übersetzt „Spielet dem Herrn“ bedeutet, musizierte. Dem Titel des Singens „Mit Weihnachtsliedern durch Europa“ folgend, kam Hatzky bei jedem Stück auf das Herkunftsland zu sprechen und kündigte Weihnachtslieder nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus England, Polen, Österreich, Frankreich, Puerto Rico, aus der Schweiz oder von Puerto Rico an. Besonders die Lieder „O du fröhliche“ und „Stille Nacht, heilige Nacht“ ließen bei den sangesfreudigen Gästen die Gefühle wachwerden, die auch schon Häusler angesprochen hatte: „Wir Menschen lieben es, uns freudig und stimmungsvoll von der Weihnachtszeit zu verabschieden!“

Im zweiten Teil des Konzerts spielte der Posaunenchor, zu dem die Musiker als gemischtes Blechbläserensemble zu ihren Trompeten, Hörnern, Posaunen und Tuben griffen, Titel wie „Als die Welt verloren ging“ und „Freuet euch, ihr Christen alle!“ Bei allen Stücken überzeugten die Musiker mit Professionalität, die sie beinahe zwei Stunden lang unter Beweis stellten. Mit kurzen Vorspielen, die einen besonders feinen und eleganten Klang aufwiesen, führten die Musiker in ihre Stücke ein, bei einigen Zwischenspielen erfüllte der Klang einzelner Instrumente den Dom in einzigartiger Weise. Unvergessen bleibt das Vorspiel des großen evangelischen Kirchenmusikers Ralf Grösslers zu dem Titel „Als die Welt verloren“. Zu den vielen Gästen, die aus weiten Teilen Deutschlands nach Xanten angereist waren, zählten Silke Raschke, die Partnerin eines Trompeters aus Grevenbroich, und Kevin Rusko mit seiner Familie aus Ratingen. Wie der Xantener Bernd Ahls sprachen sie in höchsten Tönen über das Konzert, wobei das Zugaben-Lied „Highland Cathedral“ für Familienvater Rusko der emotionale Höhepunkt des Konzerts gewesen sei.

Die an den Kirchenportalen gesammelten Spenden beliefen sich am Ende auf 3500 Euro und kommen nun der Bläserarbeit in Namibia, dem Partnerverband des Posaunenwerkes der Evangelischen Kirchen im Rheinland, zugute.

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