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Politische Einzelinitiativen an der Bahnline RB 31 hat es schon so viele gegeben

Kommentar zur Regionalbahn 31 : Die Region muss ihre Kräfte an den Gleisen bündeln

Die CDU Xanten will Verbesserungen für den Pendelzug „Der Niederrheiner“ erreichen. Doch es besteht die begründete Gefahr, dass es bei einer Willensbekundung in Wahlkampfzeiten bleibt.

Wohl wahr, „Der Niederrheiner“ muss sich ganz erheblich verbessern, um nicht eines Tages auf dem Abstellgleis zu landen. Der Unmut der Pendler ist so anhaltend wie gewaltig. Doch nachhaltig verbessert hat sich am misslichen Pendelbetrieb zwischen Xanten und Duisburg nur wenig. So ist die Initiative der CDU in der Domstadt nur zu begrüßen. Doch es gibt genug Gründe für die Vermutung, dass auch dieser Versuch im Ansatz stecken bleibt und über die Bekundung des guten Willens in Wahlkampfzeiten nicht hinauskommt. Es hat schon viele politische Anstöße entlang der Strecke gegeben – nicht nur von der CDU. Entscheidend vorangekommen ist der störanfällige „Niederrheiner“ allerdings noch nicht. Um den flott zu machen, bedarf es mehr als punktueller Einzelaktionen, so gut sie auch gemeint sind. Die Anrainer müssen sich zusammenschließen, um in konzertierter Aktion mit deutlich mehr Gewicht die Bedeutung der Bahnlinie für den ländlichen Raum ins politische Spiel zu bringen. Das wird in den fernen Machtzentralen entschieden. Die Zeiten stehen nicht schlecht. Denn vor dem Hintergrund der klimapolitisch motivierten Verkehrswende werden Stimmen vernehmbarer, die die Reaktivierung stillgelegter Schienenstränge fordern. In dem Punkt hat der „Niederrheiner“ einen klaren Vorteil. Er rollt noch.

Bernfried Paus

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