Xanten: Pfadfinder laufen für Menschen in Not

Xanten : Pfadfinder laufen für Menschen in Not

Beim ersten Sponsorenlauf rund um Xanten fanden sich viele Mitstreiter. Kiwanis-Club unterstützte die Aktion.

DPSG - hinter diesen vier Buchstaben verbirgt sich der starke Verband der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg, der sich das soziale Engagement als einer der Eckpunkte seines Programms mit auf die Fahne geschrieben hat.

Für wie wichtig auch die DPSG Xanten diesen Programmpunkt hält, zeigte sie am vergangenen Sonntag, als sie einen Sponsorenlauf veranstaltete, zu dem sie nicht nur ihre eigenen Mitglieder aufgerufen hatte, sondern für den sie auch in den sozialen Medien, in den Schulen sowie in den Vereinen und Verbänden Xantens Werbung gemacht hatte.

Das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen. Zu den vielen Pfadfindern, die um 13.30 Uhr an den Start rund um die Stadt gingen, gehörte auch so mancher Stiftsgymnasiast, wie beispielsweise der Achtklässler Johann Schumacher. "Als die Schülervertretung zur Teilnahme an dieser Benefizveranstaltung aufrief, hab ich mir sofort gesagt, das ist dein Ding", erzählte er bereitwillig nach seinem Lauf. "Mir gefiel die Möglichkeit, meine sportlichen Fähigkeiten öffentlich unter Beweis stellen und dabei benachteiligten Menschen helfen zu können." Stolze 21 Kilometer lief der junge Mann, der mit einem hohen Betrag für jeden Kilometer von seinen Eltern gesponsert wurde. Dabei umrundete er sieben Mal die Stadtmauern von Xanten und ließ seinen Laufpass an allen Stationen ordnungsgemäß abstempeln.

Aus allen Trupps waren Mitglieder an der Organisation beteiligt, besonders stark in Erscheinung traten am Sonntag allerdings die Vorstandsmitglieder Tim Aaldering und Max Brockerhoff. Auch der Rover-Leiter Lukas Wolfertz und die Juffi-Leiterin Sarah Hoffmann kümmerten sich engagiert um einen reibungslosen Ablauf der sonntäglichen Benefizveranstaltung.

"Von den Wohltätern, die unsere Veranstaltung unterstützen, ist der Kiwanis-Club Xanten besonders erwähnenswert", ließen Tim und Max wissen. "Die Eltern einiger unserer jüngsten Mitglieder gehören diesem Club an, und sie haben dafür gesorgt, dass die Kiwanis die gesamte Verpflegung übernommen haben", hieß es weiterhin. Auf diese Weise entstanden den Pfadfindern keine Kosten, und sie werden jeden erlaufenen Euro an das Medikamentenwerk Action Medeor spenden können.

"Wir arbeiten nicht zum ersten Mal mit Action Medeor zusammen", erklärte Tim, "und wir sind uns sicher, dass bei diesem Medikamentenhilfswerk jeder Euro dort ankommt, wo er benötigt wird", fuhr Max fort. Mit den Spendengeldern der DPSG Xanten wird Action Medeor den Menschen, die auf der Karibikinsel Haiti unter den verheerenden Folgen des Hurrikans Matthew leiden, Hilfe leisten.

Unter den vielen Teilnehmern befanden sich auch sechs Flüchtlinge, deren Laufgewinn vom Stamm der DPSG Xanten getragen wurde. Einige von ihnen saßen kurze Zeit in der Abschlussrunde rund um ein Lagerfeuer, an dem nach getaner Arbeit gemeinsam gegessen und getrunken wurde.

(hvh)