Pfadfinder aus Sonsbeck nehmen am World Scout Jamboree 2019 in den USA teil

Sonsbecker reisen in die USA : Pfadfinder erschließen sich neue Welten

20 Jugendliche aus Sonsbeck nehmen in den nächsten zehn Tagen am „World Scout Jamboree“, dem Welt-Pfadfinder-Treffen, in den USA teil. Dort wollen sie unvergessliche Erfahrungen machen und Gleichgesinnte aus anderen Kulturen kennenlernen.

Nach vier Jahren des Wartens ist es im Sommer wieder einmal soweit. Etliche Jugendliche rund um den Globus werden in die Vereinigten Staaten aufbrechen, denn das größte Pfadfinderlager der Welt, das „World Scout Jamboree“, findet dieses Mal vom 21. Juli bis 3. August im US-Bundesstaat West Virginia statt. Nachdem die Reise die Teilnehmer zu den vergangenen Auflaufen nach Japan und Schweden führte, geht es diesmal über den Atlantik. Das Motto lautet „Unlock a new World“ (deutsch: „Erschließe eine neue Welt“)

Auch 20 Jugendliche der Sonsbecker Pfadfindergruppe sind dabei, so wie viele weitere Pfadfinder aus verschiedenen Stämmen und Gruppen vom Niederrhein. Sie gehören zu den rund 1300 Teilnehmern aus ganz Deutschland, die damit eine der größten der insgesamt 150 verschiedenen Nationengruppen beim „World Scout Jamboree“ stellen.

Zur Sonsbecker Gruppe gehören auch Mia Wojciechowski und Mara Bullmann, deren Aufregung von Tag zu Tag steigt. Beide wollen die einzigartige Chance nutzen, besondere Erfahrungen zu sammeln. Erzählungen von Pfadfindern, die bereits an einem der Welttreffen teilgenommen hatten, haben die beiden fasziniert und sie motiviert, dieses Jahr die Reise in die Staaten anzutreten. „Zudem freuen wir uns, neue Kulturen, Länder und deren Menschen kennenzulernen“, sagt Mara Bullmann.

Bei insgesamt drei Vortreffen in Kleingruppen und einem Kontingentstreffen an Christi Himmelfahrt haben sich die Jugendlichen auf das Welt-Pfadfinder-Lager vorbereitet. Sie beschäftigten sich unter anderem mit den Themen Umweltschutz und Armut. Zudem sollen in West Virginia auch interkulturelle Kontakte geknüpft werden, jenseits von Klischees und Vorurteilen, die möglicherweise existieren.

Um sich diese Reise finanzieren zu können, organisierten die Jugendlichen aus Sonsbeck bereits vor zwei Jahren das Projekt „Rent a Scout“ (deutsch: „Leih einen Pfadfinder“). Sie erledigen kleinere Aufträge gegen eine Spende. Das gesammelte Geld wird nun auf die 20 Mitfahrer aufgeteilt. Wojciechowski erklärt: „In erster Linie hilft uns ,Rent a Scout’ bei der Finanzierung, es stärkt aber auch das Gruppengefühl vor dem Jamboree.“

Am gestrigen Freitag ging es für Wojciechowski, Bullmann und die anderen Sonsbecker Jugendlichen dann endlich los. Vom Frankfurter Flughafen traten sie ihre Reise nach Amerika an, wo sich die Pfadfinder erst einmal eingewöhnen und akklimatisieren sollen. Doch bereits am Sonntag beginnen dann das zehn Tage andauernde Welttreffen der Pfadfinder – das auch für die Jugendlichen vom Niederrhein eine unvergessliche Erfahrung werden soll.

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