Xanten: Pfadfinder als Xantener Heinzelmännchen

Xanten : Pfadfinder als Xantener Heinzelmännchen

Zur Aktion "Rent a Scout" traten rund 40 Freiwillige des Stammes St. Viktor am Samstag zum Dienst an. Aufträge und Arbeit gab es genug.

Es ging schon früh los für die Xantener Pfadfinder. Zur jährlichen Aktion "Rent a Scout" traten wieder rund 40 Freiwillige des Stammes St. Viktor pünktlich um 8 Uhr am Samstag zum Dienst für Xantens Bürger an. Es galt, Fahrräder zu putzen, Keller auszumisten und Gärten aufzuräumen. Auch Petra Becker holte sich die fleißigen Helfer ins Haus. Ihr Garten sollte winterfest gemacht werden.

Und dabei erwartete die Pfadis einiges an Arbeit. Mit zwölf Freiwilligen rückten die Pfadfinder bei Petra Becker an. Keine schlechte Idee, war in dem Garten der APX-Restauratorin eine Menge zu tun. "Wir wussten nicht genau was, aber wir wussten, dass uns hier viel Arbeit erwartet", bemerkte Daniel Kappel (16) schmunzelnd. Hecken schneiden, Unkraut jäten und Äpfel pflücken gehörten noch zu den angenehmen Aufgaben. Darüber hinaus hatten die Jugendlichen aber noch einen kleinen Teich auszuheben, einen Holzstapel zu versetzen, Bauschuttreste zu entsorgen und - die Mammutaufgabe – einen gepflasterten Weg aufzubrechen. "Der Weg war eine echte Herausforderung. Wir mussten den ganzen Asphalt runterkratzen, daran hatten wir schon ordentlich zu knacken", sagte Florian Thielmann (20). Mit vereinten Kräften hat es aber doch geklappt. In rund fünf Stunden wurde der gesamte Garten auf Vordermann gebracht. Petra Becker war begeistert. "Das war teilweise richtig harte Maloche für die Pfadfinder. Es gab es sehr viel zu tun, aber alle haben mit angepackt und so alles super erledigt", lobte sie die Helfer.

Anders hat es die Auftraggeberin aber gar nicht erwartet. Vor drei Jahren hat sie die Scouts zum ersten Mal angeheuert. Damals, um nach ihrem Umzug alle Bäume und Sträucher in den neuen Garten umzusiedeln. "Dank der Pfadfinder entwickelt sich mein Nussbaum prächtig. Seitdem rufe ich sie jedes Jahr", bemerkte Petra Becker. "Mit deren Hilfe werden eben Arbeiten erledigt, zu denen man selbst nicht kommt", ergänzte sie.

Um die Pfadfinder bei der, wie Becker selbst sagte, blöden Arbeit bei Laune zu halten, hielt die Gastgeberin neben einer großzügigen Spende für die Mühe auch Snacks und Getränke für zwischendurch bereit. "Man muss das Engagement der Jugendlichen würdigen und unterstützen, nicht zuletzt, um ihre Motivation aufrechtzuhalten", erklärte sie. Und etwas Spaß hatten die Pfadfinder irgendwie ja auch bei der Arbeit. "Mir hat die Arbeit gefallen", sagte Paul Strammen entschieden. Der Elfjährige hilft im elterlichen Garten regelmäßig aus und mag diese Arbeit einfach.

Daniel Kappel ergänzte: "Man tut ja auch gerne etwas für seinen Stamm. Er hat schließlich auch schon viel für einen selbst getan." Zudem hat es allen Jungs gefallen, sich in Gemeinschaft, als Freunde an die Arbeit zu machen.

Das können sie nächstes Jahr wieder haben, denn Petra Becker ist sich jetzt schon sicher: "Bei der nächsten 'Rent a Scout'-Aktion werden sie wieder zum Dienst gerufen. In diesem Garten gibt es noch viel zu tun."

(beaw)
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