Xanten: OP-Container auf dem Weg nach Benin

Xanten : OP-Container auf dem Weg nach Benin

Dank großer Spenden kann die Aktion Pro Humanität (APH) einen mobilen OP-Trakt mit Dr. Johannes Kohler aus Xanten nach Westafrika schicken. Ärzte und Pflegepersonal aus der Region engagieren sich ehrenamtlich.

Viel Edelstahl, glatte Kunststoffflächen und reichlich Steckdosen - der mobile Operationstrakt (OP), der von Kleve aus in fünf bis sechs Wochen den Westen Afrikas erreichen soll, muss den gleichen technischen Standards entsprechen wie ein Operationssaal in Xanten. Kein Kinderspiel, wenn man weiß, dass schon eine stabile Stromversorgung in einem Entwicklungsland oft Wunschdenken ist. Aber die Aktion pro Humanität (APH) mit ihren Helfern packt's an und schickt den OP-Container samt Stromaggregat und viel weiterer Ausstattung nach Benin. Damit Frauen in der ländlichen Region Gohomey bei einer Geburt nicht mehr sterben oder Kinder mit unversorgten Fehlstellungen der Gliedmaßen nicht zu Ausgestoßenen werden. Dr. Elke Kleuren-Schryvers als APH-Vorsitzende meint: "Diese Mission samt der langen Reise ist nicht allein durch Menschen zu bewerkstelligen." Gerne segnete deshalb in Kevelaer St. Mariens leitender Pfarrer Ralf Lohmann den Lkw-Auflieger. Unter den Augenzeugen war auch der größte Sponsor: der Klever Unternehmer Mom Zevens. Der mobile OP-Trakt kostet eine Viertelmillion Euro - Geld, das nur über kleine Spenden längst nicht so schnell zusammengekommen wäre.

Ebenso wichtig wie der Container, für den ein zweiter Lkw weitere Ausstattung nach Benin transportiert, ist das richtige Personal für die Aktion. Dr. Johannes Kohler, Chefarzt der Chirurgie am Xantener Krankenhaus, ist dabei und bringt den Gelderner Anästhesisten Dr. Wolfgang Paul sowie den OP-Pfleger und Techniker Dirk Henrici mit. Dr. Rüdiger Kerner, Chef der Inneren am Marien-Hospital Kevelaer, macht sich ebenso auf den Weg wie Dr. Angelika Mosch, Chefärztin der Radiologie in Emmerich, mit einer Röntgen-Fachkraft. Elektro-Techniker Charly Moeders wird unter anderem die Stromversorgung per Aggregat ans Laufen bringen, auf den Gynäkologen Dr. Peter Kraus aus Augsburg warten insbesondere die werdenden Mütter von Gohomey.

Weiteres Fachpersonal wird für kurze Einsätze vor Ort benötigt. www.pro-humanitaet.de

(RP)