Xanten: Oktoberfest-Anwohner beklagen erneut Lärm und Park-Chaos

Xanten: Oktoberfest-Anwohner beklagen erneut Lärm und Park-Chaos

Stadt und FZX versprachen im vergangenen Jahr, die Probleme anzugehen und Verbesserungen zu erreichen. Doch einige Wardter fühlen sich weiter im Stich gelassen.

Vor einem Jahr schien alles so schön in trockenen Tüchern. Nach diversen Klagen von Anwohnern über für sie unliebsame Begleiterscheinungen des Oktoberfestes kamen sie mit Vertretern von Stadt und FZX überein, dass diesmal alles anders werden sollte (wir berichteten). Heute allerdings fragen sie sich: Warum werden die Zusagen nicht eingehalten? Einige fühlen sich allein gelassen mit wild parkenden Fahrzeugen von Festbesuchern und mit dem Festlärm. Zu wenig Kontrollen, bemängeln sie und untermauern dies mit Fotos von einem Festabend mit Autos auf den Wegen. Dazu kommt, dass die angekündigte Hotline für Klagen solcher Art nicht erreichbar war und am Tag später zugesagte Rückrufe aus dem FZX ausgeblieben waren. „Die Versprechen vom vergangenen November werden nicht eingehalten.“

Die Erreichbarkeit über eine Hotline ist für das FZX in der Tat dumm gelaufen. „Eine unglückliche Geschichte“, bekennt Geschäftsführer Wilfried Meyer. Aber man habe für die Dauer der Veranstaltungen eine neue Nummer geschaltet, bei der es anfangs technische Probleme gegeben habe. Sie sei aber seit Dienstag aktiv, Anrufe würden bei ihm selbst eingehen. Die neue Nummer: 02801 715 655.

Die angekündigten Lärmmessungen habe es, so Meyer weiter, gegeben. Als Beleg hierfür legt der Geschäftsführer die Protokolle für den 6. Oktober vor. An vier Standorten auf dem Parkplatz P3, am Meerend und auf dem Strohweg sowie in Lüttingen sei gemessen worden. 55 Dezibel seien erlaubt, die notierten Werte liegen zumeist bei mit um die 40 Dezibel deutlich darunter, zweimal nur knapp. „Zusätzlich wird der TÜV Nord an einem Tag Geräuschmessungen im und am Zelt vornehmen“, kündigt Meyer noch an.

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Für Falschparker ist nicht das FZX zuständig, sondern das Ordnungsamt. „Der Fachbereich Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung führt regelmäßig Kontrollen des ruhenden Verkehrs durch. Bei einer Schwerpunktkontrolle am 5. Oktober, dem ersten Tag des Oktoberfestes, ist dabei keine erhöhte Anzahl an Parkverstößen festgestellt worden“, erläutert der Technische Dezernent Niklas Franke auf Anfrage. Und was ist mit dem 12. Oktober, dem Tag, an dem bei Anwohnern der Geduldsfaden riss? „Die Kontrollen des ruhenden Verkehrs können immer nur stichprobenhafte Kontrollen darstellen. Faktisch ist es unmöglich, dass wir gleichzeitig zu jeder Zeit und an jedem Ort Kontrollen durchführen“, antwortet Franke auf Nachfrage. Sein Rat: Bei Vorliegen von Parkverstößen sollten Anlieger der Stadt Fotos schicken, auf denen Örtlichkeit und Kennzeichen zu erkennen sind, versehen mit Datum und Uhrzeit. Dann könne die Stadt diese Parkverstöße auch im Nachhinein ahnden.

Bleibt noch die Klage einer gesperrten Brücke auf der Nebenstrecke von Wardt-Dorf zum Bankscher Weg. Anlieger, die die Hauptzugangsstraße am Zelt vorbei nehmen, stehen gerade zu Beginn und Ende des Festes im Verkehrsstau. Franke: „Nach der verkehrsrechtlichen Anordnung ist die landwirtschaftliche Brücke in Wardt im Zeitraum zwischen 23 und 1 Uhr zu sperren, um Ausweichverkehr durch die Ortschaft Wardt zu vermeiden. Während dieser Sperrung ist der Anwohnerverkehr aber ausdrücklich gestattet, so dass Wardter Bürgerinnen und Bürger die landwirtschaftliche Brücke als Ersatzroute nutzen können.“ Verschiedene Anwohner vermissen hier allerdings das entsprechende Hinweisschild.