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Offene Ateliers 2020 in Xanten: Künstler präsentierten Besuchern ihre Arbeiten

Kunst-Aktion am Wochenende : Xanten öffnet seine Ateliers

Am Wochenende stellten 14 Künstler im gesamten Stadtgebiet ihre Arbeiten aus. Unter Einhaltung der Corona-Regeln wurde den Besuchern eine breite Palette an Kunstrichtungen präsentiert. Einige waren zum ersten Mal dabei.

Kunst trotz Corona – das geht! An acht Orten in und um Xanten wurden am Samstag und Sonntag Kunstwerke verschiedener Art ausgestellt. Insgesamt 14 Künstlerinnen und Künstler präsentierten ihre Arbeiten – unter Einhaltung der Hygieneregeln. Es war das zehnte Mal seit 2002, dass der Verein Stadtkultur Xanten zu den „Offenen Ateliers“ eingeladen hatte.

Dass die Veranstaltung nicht ins Wasser fiel, war den Projektleiterinnen Martina Gabriel und Melanie Wormland-Weinhold zu verdanken. Die Künstlerinnen hatten die „Offenen Ateliers“ organisiert und zeigten sich erfreut über das Gelingen. „Gerade in der aktuellen Zeit ist Positivität sehr wichtig, weshalb ich es umso schöner finde, dass die Ausstellungen stattfinden können“, sagte Gabriel, die in ihrem Atelier auch ihre eigenen Bilder ausstellte. Diese drehen sich vor allem um die Pflanzenwelt. „Ich war schon immer sehr naturverbunden und bringe mit meinen Bildern meine Wertschätzung für unsere Pflanzen zum Ausdruck.“

Melanie Wormland-Weinhold stellte ihre Bilder zwar dieses Mal nicht aus, besuchte aber am Samstag das Atelier von Martina Gabriel und konnte dort nicht nur die Bilder von Martina Gabriel, sondern auch die beeindruckenden Skulpturen von Gastkünstler Manni Hallen bestaunen. Hallen, der seine Skulpturen mit einer speziellen Betonmischung herstellt, nahm zum ersten Mal an den „Offenen Ateliers Xanten“ teil und freute sich ebenso wie die beiden Initiatorinnen über das Gelingen der Aktion.

Zum ersten Mal dabei war auch die Leiterin der Xantener Kunstschule, Doris Cappell, die in ihrem Atelier an der Scharnstraße Kunstwerke aller Art zur Schau stellte. Diese waren vor allem von ihren eigenen Schülern angefertigt worden. Ihre Gastkünstlerin Jutta Richter, die früher ebenfalls Cappells Schülerin war, spezialisierte sich vor allem auf abstrakte Landschaften und Farbexperimente. Malereien etwas anderer Art wurden derweil in Hedy Veltkamps Atelier ausgestellt. Die Gründerin des Xantener Kunstmarktes KleinMontMartre, welcher in diesem Jahr coronabedingt ausfallen musste, will sich mit viel Experimentierfreude ihre eigene Welt ermalen.

Außerdem stellte Simone van Gelder-Tosses in ihrem Atelier von ihr und ihrer Gastkünstlerin Ingrid Hüsch angefertigte Skulpturen und Malereien aus, während sich Renate Migas und Gastkünstlerin Mathilde Wonning in ihrer Ausstellung auf Malerei und Keramik spezialisierten. Ein Hingucker waren auch die Exponate der Künstlerin Hanne Ness, welche durch ihre Porträts Menschen „sowohl in ihrer Äußerlichkeit als auch in ihrem Innenleben“ darstellen will, wie Neß selbst sagt. Für alle Fans der Ölmalerei war am Wochenende auch das Atelier von Udo Sieberer ein Pflichtbesuch. Dort wurden neben Sieberers Bildern auch die Werke von Gastkünstler Michael Madejsky ausgestellt, welcher sich vor allem mit der Schnitzkunst und Bildhauerei auseinandersetzt. Komplettiert wurde die Veranstaltung von Ferdinand Roters und Angela Rüth, welche im Atelier des Erstgenannten teils großformatige und farbgewaltige Werke (Roters), aber auch Collagen und Zeichnungen (Rüth) präsentierten.