Obermörmter: Musikverein wird 70 Jahre alt

70-jähriges Bestehen : Obermörmter feiert den Musikverein

Vor 70 Jahren wurde er gegründet. Zum Geburtstag gab es Geld und ein Ständchen.

Der Musikverein Obermörmter hat am Samstag sein 70-jähriges Bestehen gefeiert und dabei direkt ein neues Mitglied aufgenommen: Bürgermeister Thomas Görtz hatte die nötigen Unterlagen unterschrieben zum Festplatz mitgebracht, wo er sie dem Vorsitzenden Thomas van Fürden überreichte. Die Musiker müssten sich aber keine Sorgen machen, ergänzte Görtz: „Ich verspreche Ihnen, dass ich zu keiner Probe komme – Sie hätten keine Freude daran.“ Er wolle den Verein nur als passives, aber zahlendes Mitglied unterstützen.

Nicht nur der Bürgermeister, sondern viele Menschen waren zur Geburtstagsfeier gekommen, um zu gratulieren. Musikvereine, Tambourcorps und Spielmannszüge aus Lüttingen, Wardt, Marienbaum, Kehrum und auch aus Obermörmter selbst spielten für den Musikverein. Firmen, Privatleute und der Bürgermeister spendeten Geld für neue Instrumente. Am Abend folgte der Krönungsball der Sankt-Petri-Bruderschaft Obermörmter 1695. König in diesem Jahr ist van Fürden. Wenn der Musikverein einen runden Geburtstag feiere, versuchten die Mitglieder, auch den Schützenkönig im Dorf zu stellen, erklärte seine Majestät. Das sei ihnen schon 2009 und 1999 gelungen.

Es war 1949 gewesen, also kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, als sich acht Musiker in Obermörmter zusammen schlossen. Heute sind es 28, die auf Schützenfesten, Kirchenfeiern, Hochzeiten und Geburtstagen spielen. Hinzu kommen noch 35 passive Mitglieder. Freitags treffen sich die Musiker zur Probe. Sie spielen Marsch- und Kirchenmusik, aber auch moderne Stücke wie Tabaluga von Peter Maffay und einen Potpourri aus Liedern von Udo Jürgens.

Die Musik sei ihnen wichtig, sagten Mitglieder. Aber noch wichtiger sei ihnen die Kameradschaft unter den Mitgliedern. Es sei ein familienfreundlicher Verein, ergänzte Sven Paeßens. Die Musiker brächten ihre Kinder mit, sie nähmen sie auch auf die Bühne. Das mache es den Eltern unter ihnen leichter, ihr Hobby mit der Familie zu vereinbaren. Gleichzeitig würden die Kinder schon früh an Instrumente herangeführt.