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Notarztstandort: Künftiger Landrat Ingo Brohl stellt sich hinter Xanten

Auswertung der Einsatzzahlen : Künftiger Landrat Brohl will sich für Notarztstandort in Xanten einsetzen

Der Kreis Wesel lässt auswerten, wie viele Einsätze nachts die beiden Notärzte in Xanten und Rheinberg haben. Die Politik soll anschließend entscheiden, ob die Standorte erhalten bleiben oder in Alpen zusammengelegt werden. Der künftige Landrat Ingo Brohl sagt Xanten seine Unterstützung zu.

Nach seiner Wahl zum Landrat des Kreises Wesel hat Ingo Brohl bekräftigt, dass er sich für einen Verbleib des nächtlichen Notarztstandortes in Xanten einsetzen werde. Das hatte er im Wahlkampf angekündigt, und auf Nachfrage unserer Redaktion teilte der CDU-Politiker mit: „Ich stehe zu meinem Wort.“ Der Notarztstandort solle am Xantener Krankenhaus bleiben. „Das ist mein Ziel.“

Hintergrund sind Überlegungen von Verwaltung und Politik auf Kreisebene, wegen einer „geringen Inanspruchnahme“ in Xanten und Rheinberg nachts keinen Notarzt mehr zu stationieren, sondern stattdessen in Alpen. Dagegen hatte es Proteste aus Politik und Bevölkerung gegeben. Schließlich schlug die Kreisverwaltung vor, und der Kreistag stimmte Ende 2019 dafür, dass die Einsatzzahlen der Notarztstandorte in Xanten und Rheinberg ein Jahr lang erfasst werden und dann die politischen Gremien über eine mögliche Verlegung nach Alpen entscheiden sollen.

Ursprünglich sollten die Einsatzzahlen direkt in diesem Jahr ausgewertet werden. „Für die Notarztstandorte Rheinberg und Xanten war der Zeitraum eines Jahres, also die Einsatzzahlen des Jahres 2020, für eine Evaluierung vorgesehen“, erklärte eine Sprecherin der Kreisverwaltung auf Anfrage der Redaktion. Allerdings sollten die Auswertungen in einem „aussagekräftigen Zeitraum“ vorgenommen werden. „Durch die Corona-Pandemie waren die Einsatzzahlen des Rettungsdienstes zeitweise rückläufig, so dass der Zeitraum nicht ohne weiteres als aussagekräftig zugrunde gelegt werden darf.“ Die Evaluationen würden durch einen externen Gutachter begleitet. Sobald es Erkenntnisse gebe, würden die Ergebnisse den politischen Gremien vorgestellt.

(wer)