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Neujahrsempfang in Xanten 2018: Der Blick geht nach vorne

Xanten : Gemeinsames Ziel: Xanten voranbringen

Hendrik Schulte, Staatssekretär im NRW-Verkehrsministerium, war Gastredner beim Neujahrsempfang.

"Der Xantener neigt dazu, das eine oder andere kritisch zu sehen. Kritik ist gut und erwünscht, aber sie darf nicht Selbstzweck sein", sagte Xantens Bürgermeister Thomas Görtz beim Neujahrsempfang im Ratssaal, zu dem die CDU-Fraktion Vertreter aus Rat und Verwaltung, Institutionen, Verbänden und der Wirtschaft eingeladen hatte. Dass mit Jan-Peter Grewing der Sohn des kürzlich verstorbenen Hotelinvestors zu dem Empfang in die Domstadt gereist ist, bewertete Görtz positiv: "Dieser Mann glaubt an uns, das ist ein gutes Zeichen. Gemeinsam werden wir Xanten weiter entwickeln."

Musikalisch untermalt wurde der Empfang von der neunjährigen Victoria Peters, die das Publikum mit ihrem Klavierspiel begeisterte. Im Anschluss an die Rede des Bürgermeisters gab Moderator Pankraz Gasseling Sabine Weiss das Wort. Die Bundestagsabgeordnete freute sich über die erfolgreich verlaufenen Sondierungsgespräche zwischen CDU/CSU und SPD, richtete aber zugleich mahnende Worte an die Sozialdemokraten: "Wenn die SPD dieses Ergebnis auf ihrem Parteitag kaputt macht, macht sie sich selber kaputt, dann ist ihr nicht mehr zu helfen."

Tanko Scholten richtete in seiner ersten Neujahrsansprache als Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes den Blick nach vorne: "Im neuen Jahr wollen wir eine Entwicklung einleiten, die Visionen enthalten soll."

Gastredner beim diesjährigen Neujahrsempfang war Hendrik Schulte, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Verkehrsministerium. Gleich zu Beginn seiner Tätigkeit habe er sich die Innenräume der Leverkusener Rheinbrücke angesehen und war geschockt: "Da sagte der Bauleiter zu unserem Ministerpräsidenten: Wir werden alles tun, die Brücke zu halten. Solche Sätze kannte ich bislang nur aus alten Kriegsfilmen."

Schulte bezeichnete die Rheinbrücken als Achillessehnen des Landes. Beim Blick auf den deren Zustand bekannte der Politiker: "Man kann sagen: Nordrhein-Westfalen hat Brückenschmerzen." Auch was die Baustellensituation im Land betrifft, sieht Schulte dringenden Handlungsbedarf: "Unsere Verkehrsinfrastruktur ist zu klein und marode. In der Vergangenheit wurde zu kurz gedacht, Bedarfe der Zukunft nicht berücksichtigt und nicht ausreichend investiert."

Das möchte man nun nachholen. Unter anderem sollen mit der Schaffung von 50 neuen Stellen beim Landesbetrieb Straßen NRW deutlich mehr Planfeststellungsverfahren in die Wege geleitet werden. Daneben soll der Nahverkehr künftig durch digitale Vernetzung von Bahn, Bus und Mietwagen einen wichtigen Mobilitätsbeitrag in ländlichen Regionen leisten.

(erko)