Xanten/Rheinberg: Neue Aufgabe für Karlheinz Kamps

Xanten/Rheinberg : Neue Aufgabe für Karlheinz Kamps

Der stellvertretende Landesbezirksbundesmeister wurde von den 1200 Delegierten einstimmig in das Präsidium des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften gewählt.

Im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften mit insgesamt 500 000 Schützen stellt der St.-Sebastianus-Bezirksverband Moers ein 6500-köpfiges Kontingent in 32 Bruderschaften und damit eine starke Abordnung. Entsprechend angemessen ist die hiesige Bruderschaftsgilde auch im Landesbezirk Niederrhein und in der Diözese Münster in führenden Positionen vertreten. Das große Engagement des Bezirksverbandes Moers trägt jetzt weitere Früchte.

In der letzten Bundesvertreterversammlung in Leverkusen wurde der stellvertretende Bezirksbundes- und stellvertretende Landesbezirksbundesmeister Karlheinz Kamps von St. Evermarus Borth von den 1200 Delegierten einstimmig in das Präsidium des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften gewählt.

Karlheinz Kamps übernimmt im Präsidium den Vorsitz im caritativen Ausschuss und tritt damit die Nachfolge von Wilfried Krüger aus Troisdorf an, der das Amt seit 1999 innehatte. Unter dem Motto "Schützen helfen", werden zahlreiche Hilfsprojekte in Deutschland und weltweit betreut und unterstützt.

Besonders wertvoll, nachhaltig und Leben rettend ist das in Verbindung mit dem Malteser-Hilfsdienst schon seit einigen Jahren im Kongo laufende Projekt zur Bekämpfung der Pest. Viele Bruderschaften im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften sind im 14. Jahrhundert als "Pestbruderschaft" gegründet worden. In Europa starben zu der Zeit mehr als 25 Millionen Menschen den "schwarzen Tod". Die Pestbruderschaften waren damals für die Bekämpfung der grauenvollen Krankheit, die Pflege der Kranken und die Bestattung der Toten zuständig.

Aus dieser Historie ergibt sich somit eine schon fast schicksalhafte Verbindung und moralische Verpflichtung, diese Geißel der Menschheit durch Aufklärung der Menschen im Kongo und durch die moderne Medizin zu besiegen. Von den Schützen werden dafür beträchtliche Finanzmittel zur Verfügung gestellt.

Ein neues Projekt ist das Aufstellen von Textilsammelcontainern mit dem Schützensymbol auf den Grundstücken der Bruderschaften in Verbindung mit dem Malteser-Hilfsdienst. Mit den durch diese Textilspenden erwirtschafteten Erlöse werden Hospize in den angeschlossenen Diözesen unterstützt.

Von großem Interesse: Im Zuge weiterer Beratungen in der Bundesvertreterversammlung wurde die Rücknahme der Änderungen in den Richtlinien des Bundesinnenministers zum Traditionsschießen mit Erleichterung zur Kenntnis genommen. Die teils kunstvoll geschnitzten Holzadler dürfen also weiterhin bis zu 15 Zentimeter dick sein.

(TR)
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