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Sonsbeck: Neu orientieren

Sonsbeck : Neu orientieren

Irland, USA, Peru: Länder, die die Sonsbeckerin Eva Riedel noch in diesem Jahr bereist. Mal als Au-pair, mal für eine Arbeit im sozialen Bereich. Reisen, die auch der Selbstfindung nach dem Abitur dienen.

Die Abiturprüfungen sind weitestgehend überstanden. Zeit also, um sich ein paar Euros zu verdienen oder in Urlaub zu fahren, bis Studium oder Ausbildung anstehen. Eva Riedel nutzt die Zeit, in der sie auf die Ergebnisse der Prüfungen wartet, um mit den Pfadfindern, von der Bezirksebene aus, 14 Tage nach Irland zu reisen. Eine Woche verbringen die Teilnehmer als Rucksacktouristen in Kerry, in der zweiten Woche genießen sie das Lagerleben. „Da wir als Leiter bei den Ferienlagern immer Aufsichtsfunktion haben, können wir hier mal nur Teilnehmer dabei sein“, freut sich die Sonsbeckerin auf die Reise.

Die ist nur die erste. Geplant sind nämlich gleich drei. Nach ihrer Rückkehr aus Irland wird Eva Riedel wird knapp zwei Wochen später wieder die Koffer packen. Dieses Mal für einen längeren Aufenthalt als Au-Pair in Michigan. Mit ihrer Gastfamilie hat sie bereits mehrfach Kontakt per Telefon und E-Mail gehabt. Die Gasteltern gaben ihrem angehenden Familienzuwachs auch die E-Mails vorangegangener Au-Pairs, damit sie sich erkundigen kann, was mit achtjährigen Zwillingen und einem zehnjährigen Kind auf die junge Frau zukommt.

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Die Gruppenleiterin

„Ich freue mich total darauf“, erklärt die Neunzehnjährige, die im Stamm Sonsbeck der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) eine „Juffi“-Gruppe leitet. Somit ist der Umgang mit Kindern für sie nichts Neues.

„Ich hatte mir immer vorgenommen, nach dem Abi ein Jahr wegzugehen und mal eine Zeit lang woanders zu leben“, berichtet Eva Riedel. Darum wird es auch nicht bei dem USA-Aufenthalt, der im Oktober endet, bleiben. Danach plant die Aktive beim TC Sonsbeck noch ein freiwilliges soziales halbes Jahr in Peru. Spanisch hat sie bereits in der Schule gelernt.

Koffer aus- und einpacken

Nachdem der Aufenthalt in den USA jetzt geklärt ist, kann sich die Abiturientin an die genaue Planung für den Peru-Aufenthalt machen. Erkundigt hatte sie sich bereits im Vorfeld, jetzt wird die Umsetzung der Pläne in Angriff genommen, damit alles vor dem Au-Pair-Aufenthalt geklärt ist und die Projekte möglichst reibungslos hintereinander passen. Sie hat geplant, dass bereits im November wieder die gerade ausgepackten Koffer neu gefüllt werden, um gen Peru zu fliegen. Bis Mai 2009 möchte Riedel dort arbeiten. „Ich möchte einmal im Sommer Geburtstag feiern“, schmunzelt sie, die im Januar ihr Wiegenfest feiert.

Nach den Auslandsaufenthalten kann sich die junge Frau ein Studium vorstellen. „Was, das weiß ich dann hoffentlich“, lacht sie. Zum Studieren muss es nicht weit in die Ferne gehen: Die Uni darf gerne in der Nähe sein.“

(RP)