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Naturbad Xantener Südsee öffnet am 30. Mai - diese Regeln gelten nun

Naturbad öffnet am 30. Mai - diese Regeln gelten jetzt : Auf in die Xantener Südsee

Am 30. Mai um 10 Uhr beginnt die Saison im Naturbad Xantener Südsee. Vorab ist eine Online-Registrierung Pflicht. Maximal 2700 Besucher dürfen sich derzeit auf dem rund 30.000 Quadratmeter großen Areal aufhalten.

Hinter Anke Stöcker liegen anstrengende zwei Wochen. Die Schwimmmeisterin, im Freizeitzentrum Xanten (FZX) zuständig für die Betriebsorganisation Wassersport, erstellte anhand der aktuellen Vorgaben der Corona-Schutz-Verordnung das Konzept, damit im Naturbad an der Südsee mit Verzögerung die Saison 2020 beginnen kann. Am 30. Mai geht’s endlich los. Ab 10 Uhr sind die ersten Badegäste willkommen. Die Wassertemperatur lag am Freitag bei 17 Grad. Rein kommt nur der, der sich vorher online registriert hat. Maximal 2700 Besucher dürfen sich derzeit auf dem rund 30.000 Quadratmeter großen Areal aufhalten. Die Einschränkungen gelten zunächst bis zum 15. Juni, dann soll’s durch die Regierung womöglich weitere Lockerungen geben, sagt FZX-Chef Wilfried Meyer.

Einlass Der Zugang erfolgt ausschließlich über Online-Tickets. „Diese Registrierungspflicht dient allein zur Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten und ist behördlich angeordnet“, erläutert Meyer. Die Registrierung ist auf der Internetseite des FZX  möglich. Dort können der gewünschte Strandbereich, der Tag sowie die Eingangszeit ausgewählt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, das Ticket gleich online zu bezahlen. Der Betriebsleiter meint weiter: „Es wäre einfacher für uns, wenn sich die Gäste zeitig, also ein bis zwei Tage vorher, einbuchen würden.“

Schwimmmeisterin Anke Stöcker mit einem der Plakate, auf dem die Strandbereiche und Verhaltensregeln zu finden sind. Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Eintritt Die Preise bleiben unverändert. Erwachsene zahlen sechs Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre drei Euro. Der Familientarif liegt bei 16 Euro. Es gelten bis auf Weiteres die Öffnungszeiten der Vorsaison (10 bis 19 Uhr). In regelmäßigen Abständen wird über das Registrierungssystem nach der Anzahl der Gäste geschaut. So kann das FZX den Verkauf der Online-Tickets für Kurzentschlossene anpassen.

FZX-Chef Wilfried Meyer an einem der acht Desinfektionsspender, die extra angeschafft wurden. Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Eingangsbereich Das Naturbad wird über die Kassen 1 und 3 betreten. Über Kasse 2 verlassen die Besucher das Gelände. Im Kassenbereich besteht Maskenpflicht. Es sind farbliche Markierungen auf dem Boden angebracht, die als Leitlinien dienen. So wird auch auf den Mindestabstand von 1,5 Metern hingewiesen. Es gibt keine Drängelgitter. Stöcker geht davon aus, dass je Stunde etwa 400 Gäste ins Bad gelangen können, ohne dass ein Stau entsteht: „Für diese Berechnung haben wir die Einlasszahlen der Jahre 2018 und 2019 zugrunde gelegt.“ Zwei weibliche Security-Kräfte unterstützen am ersten Tag die FZX-Mitarbeiter am Eingang.

Liegeflächen Das Naturbad ist in verschiedene Abschnitte unterteilt. In ihrem Konzept hat Stöcker einen Platzbedarf von zehn Quadratmetern je Badegast angegeben. Sie musste Bewegungsräume mit einplanen. Es gibt sechs Bereiche, die zwischen 2210 sowie 13.000 Quadratmetern groß sind. Auch das FKK-Baden ist möglich.

Umkleiden In drei Abschnitten stehen Einzelkabinen zur Verfügung. Hygienestationen sind an allen Umkleiden und Toiletten aufgehängt; insgesamt fürs Naturbad acht Desinfektionsspender gekauft worden. An den Waschbecken steht Flüssigseife. Umkleiden und Toiletten werden regelmäßig desinfiziert.

Einschränkungen Der Aquapark und die Plattform mit dem Sprungturm sind noch gesperrt. Aufs Kraulen durchs Schwimmbecken müssen die Badegäste ebenfalls verzichten. „Der Steg, der dorthin führt, ist zu schmal. Da sind die Abstandsregeln nicht einzuhalten“, sagt Stöcker.

Aussichten FZX-Chef Meyer spricht von einem Probelauf in den kommenden Wochen. Bis zu den Sommerferien sollen sich nicht mehr als rund 2700 Bädegäste zeitgleich im Naturbad aufhalten. Zum Vergleich: In den vergangenen Jahren kamen im Juli/August bis zu 10.000 Besucher am Tag. Die Rekordzahl liegt bei 14.000 Gästen.