Xanten: "Nasser Limes" Kandidat für das Weltkulturerbe

Xanten: "Nasser Limes" Kandidat für das Weltkulturerbe

Der Niedergermanische Limes soll Weltkulturerbe werden. Das Projekt stehe auf der deutschen Vorschlagsliste, bestätigte eine Sprecherin der Deutschen Unesco-Kommission in Bonn. Es geht um einen etwa 400 Kilometer langen Grenzabschnitt zwischen Bad Breisig im Süden von Bonn und dem Seebad Katwijk in den Niederlanden, der dem antiken Verlauf des Rheins zu Römerzeiten entspricht -auch "nasser Limes" genannt.

Der Niedergermanische Limes soll Weltkulturerbe werden. Das Projekt stehe auf der deutschen Vorschlagsliste, bestätigte eine Sprecherin der Deutschen Unesco-Kommission in Bonn.

Es geht um einen etwa 400 Kilometer langen Grenzabschnitt zwischen Bad Breisig im Süden von Bonn und dem Seebad Katwijk in den Niederlanden, der dem antiken Verlauf des Rheins zu Römerzeiten entspricht -auch "nasser Limes" genannt.

  • Neuss : Niedergermanischer Limes auf Unesco-Vorschlagsliste

Die Römer hatten vor rund 2000 Jahren die Grenzen ihres Imperiums befestigt und gesichert. In NRW ist der Niedergermanische Limes fast 220 Kilometer lang. Entlang der Strecke gibt es 19 Kommunen mit wichtigen Fundplätzen des römischen Militärs. Der bedeutendste Ort ist Köln, Amtssitz des Statthalters der römischen Provinz Niedergermanien. In Xanten war zeitweise das größte Legionslager mit mindestens 10.000 Mann. Die Nominierung sei noch nicht eingereicht, teilte die Unesco weiter mit. Dies ist für 2020 geplant.

Im Herbst 2015 hatte sich Dr. Martin Waldöhr auf einem Acker in Drüpt auf die Suche nach Spuren römischer Soldaten begeben. Der Wissenschaftler hat per "geomagnetischer Prospektion" ins Erdreich geguckt. Die Messdaten werden am Computer zu einem relativ genauen Bild zusammengefügt, das zeigt, was sich auf der Grenze zwischen Rheinberg und Alpen vor fast 2000 Jahren abgespielt hat oder eben nicht. Archäologie ohne Graben mit dem Ziel, den Niedergermanischen Limes und so auch den Landstrich Drüpt in den Rang des Welterbes zu erheben. Auftraggeber der historischen Schatzsuche war das Amt für Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) in Bonn.

(dpa/bp)
Mehr von RP ONLINE