Nach Sturmtief Eberhard warnt Förster in Xanten vor Waldspaziergängen.

Sturmtief Eberhard : Förster warnt vor Waldspaziergängen

Nach dem Sturm vom Wochenende laufen die Aufräumarbeiten zwischen Rheinberg und Xanten.

Am Sonntag zog Sturmtief „Eberhard“ über NRW hinweg und richtete landesweit Schäden an. Die Leitstelle Wesel hatte vorsorglich alle Gerätehäuser der Feuerwehren im Kreis besetzt. Die Schäden halten sich jedoch in Grenzen, resümiert Sebastian Schriewer, Leiter der Feuerwehr Rheinberg. Auch in den Wäldern habe „Eberhard“ keine großen Schäden angerichtet. Christopher Koch, Revierleiter des Forstbetriebes Leucht, mahnt dennoch zur Vorsicht in den nächsten Tagen.

In den Waldgebieten in Rheinberg, Sonsbeck und Alpen sei, so Koch, „hier und da etwas umgefallen“. Auf einigen Wegen lagen am Montag Äste und umgestürzte Nadelbäumen. Die Schäden seien, so der Revierförster weiter, jedoch nicht allzu groß. „Wir schätzen, dass etwa 1.000 Festmeter umgestürzt sind. Beim Orkantief Friederike waren es voriges Jahr 25.000.“

In Rheinberg ist es zu keinen außergewöhnlichen Einsätzen gekommen, sagt Feuerwehrchef Schriewer. Hier musste die Wehr 16 Mal ausrücken. Auch bei den 13 Einsätzen in Xanten habe es „keine größeren Schäden“ gegeben, sagt Philipp Schäfer, Pressesprecher der Feuerwehr Xanten. In Alpen rückte die Wehr zehn Mal aus. Personenschäden gab es bei keinem Einsatz. „Es war ein verhältnismäßig ruhiger Einsatztag“, sagt Michael Hartjes, Leiter der Feuerwehr in Alpen. „Wir wurden von dem Sturm weitestgehend verschont.“

Zu den Einsätzen der Feuerwehren gehörten abgeknickte Äste, umgestürzte Bäume, lose Dachziegel oder aus der Verankerung gerissene Gegenstände. „Hauptsächlich haben wir Fahrbahnen von heruntergestürzten Ästen befreit“, so Hartejes. Auch Ulrike Berg, Leiterin des Stadtbetriebs Xanten, sagt, die Schäden hielten sich in Grenzen. Das führte sie auch auf die intensive Kronenpflege im vergangenen Jahr zurück. „Im Stadtgebiet sind zwei Bäume umgestürzt. Einer an der B 16 und eine 80 Jahre alte Eiche beim Amphitheater in Birten.“

Am Montag sammelten drei Kolonnen das vom Sturm verursachte Kleinholz in Xanten auf. Revierförster Koch hofft, dass man bis Ende der Woche mit den Aufräumarbeiten in der Leucht fertig ist. „Es kommt aber drauf an, ob in den nächsten Tagen noch etwas passiert.“ Einige Bäume und Äste seien bisher nur angeknackst, könnten bei den angekündigten Windböen der nächsten Tage leicht fallen. Deshalb sei immer noch Vorsicht geboten. „Die Möglichkeit, dass das passiert, ist im Moment höher als im Normalzustand“, sagt der Revierförster.

Am Montag ließen mehrere Eltern ihre Kinder aus Sorge vor weiteren Sturmböen zu Hause. An der Gesamtschule Xanten-Sonsbeck fehlte deshalb knapp ein Dutzend Schüler. In Elterngruppen auf WhatsApp kursierte vorher die Meldung, wonach der Unterricht ausfalle. „Das stimmt aber nicht“, sagte Judith Wille, stellvertretende Leiterin der Gesamtschule. Der Unterricht habe ganz normal stattgefunden. Ob eine Schule aufgrund extremer Witterung geschlossen werde, entscheide der Schulträger, und dann würden die Eltern darüber direkt informiert. Es liege aber im Ermessen der Eltern selbst, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar sei. Sollten Eltern ihre Kinder zu Hause lassen, müssten sie aber die Schule darüber informieren.

((ahar/wer))