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Nabu sammelt mit 40 Helfern Müll in Xanten

Sammlung des Naturschutzbunds : Fleißige Helfer befreien Xanten vom Müll

Rund 40 Freiwillige waren am Samstag einem Aufruf der Ortsgruppe Xanten des Nabu gefolgt, um rund um Xanten Unrat zu sammeln. Im Laufe der Aktion füllten sie viele Säcke, fanden aber auch Kühlschränke und Altreifen.

Mit vielen Aktionen zum Schutz der Natur macht die Ortsgruppe des Nabu (Naturschutzbund) Xanten schon seit vielen Jahren von sich reden. Und seit drei Jahren ruft der Verein nun in jedem Frühjahr zu einer Müllsammelaktion auf, wobei die diesjährige mit 40 Teilnehmern sogar weit mehr Helfer anlockte als noch im vergangenen Jahr.

So zeigten sich der Nabu-Ortsgruppenleiter Carsten Fröhlich und sein Mitstreiter Horst Redmer am Samstagmorgen sehr erfreut, als sie unter den vielen Erwachsenen sogar zwölf Kinder am Sammelplatz am Plaza del Mar begrüßen durften. „Mit rund 700 zahlenden Mitgliedern und einem Team von knapp 30 aktiven Mitarbeitern zählt unser Ortsverband mit zu den stärksten Ortsgruppen im Bezirk Niederrhein“, erklärte Redmer und wies dabei auch auf die Gruppe der Xantener Naturschutzjugend hin, die bereits seit drei Jahren mit 24 Kindern besteht.

Neun davon machten sich am Samstag in Begleitung der Gruppenleiterin Sylke Döringhoff und der Väter David Riedel und Mark Heekeren, mit Zangen und Müllsäcken „bewaffnet“, entlang der B57 auf den Weg, um gemeinsam Müll einzusammeln. Eine willkommene Überraschung bot ihnen Horst Redmer, der die fleißigen Helfer mit Obst, Getränken und Schokoriegeln versorgte. In 16 Bezirke hatte Redmer den Außenbereich der Stadt unterteilt, die drei weitläufigen Xantener Ringe in je zwei oder drei besonders große Abschnitte.

 Johanna Schönberg und Christine Pokall sammelten entlang des Augustusrings (l.), Daniel Winkelmann und Sohn Toni (r.) fanden sogar Altreifen.
Johanna Schönberg und Christine Pokall sammelten entlang des Augustusrings (l.), Daniel Winkelmann und Sohn Toni (r.) fanden sogar Altreifen. Foto: Fischer, Armin (arfi)
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Zu den vielen engagierten Helfern zählte nicht nur Hubertus Kleinpaß, ehemaliger Arzt am St.-Josef-Hospital, sondern auch Frank Seitz, der sich als „Müllaktionist“ bezeichnet, sowie die Freundinnen Ines Krupp und Sarah Thomzik mit ihren vier Kindern. „Uns ist es wichtig, für die Natur und für den Umweltschutz tätig zu werden“, hieß es wie aus einem Munde, wobei Kleinpaß auch die Vermüllung der Meere mit ins Gespräch brachte. Sogar die 6-jährige Leonie meldete sich mit der Forderung „Der Müll soll aus unserer Stadt verschwinden!“ überzeugend zu Wort.

Auch Nabu-Mitarbeiterin Christine Pokall kam mit ihren Begleiterinnen Johanna Schönberner und Jule Mayer nach getaner Arbeit zufrieden zum dem Treffpunkt am Hafen zurück. Hier wurden auch alle bei der Sammlung gefüllten Säcke sowie die gefundenen großen Einzelteile – wie zum Beispiel zwei Kühlschränke und mehrere Autoreifen – im Laufe der Aktion gelagert. Letztlich füllte das unerwünschte Sammelgut einen vier Kubikmeter großen Behälter, den der Dienstleistungsbetrieb Xanten den Sammlern bereitgestellt hatte.

 Daniel Winkelmann und Sohn Toni fanden bei der Sammelaktion sogar Altreifen.
Daniel Winkelmann und Sohn Toni fanden bei der Sammelaktion sogar Altreifen. Foto: Fischer, Armin (arfi)

Die Säcke waren mit Zigarettenschachteln und -stummeln, Haushaltsmüll, zerbrochenem Geschirr und vor allem Plastikmüll gefüllt. „Gerade die großen Mengen von Plastikmüll stellen eine große Bedrohung für die Vogelwelt dar“, erklärte Fröhling am Ende der Aktion. „Die Elternpaare picken den Plastikmüll auf und verfüttern ihn an ihre Jungen, und diese verenden dann elendig an den vielen Plastikstücken in ihren Mägen“, verdeutlichte er seine Worte. Er lobte aber auch den Einsatz der vielen Kinder und weiteren Helfer, die bei der Aktion mitgemacht hatten.