Xanten: Mitreißende Stimmung bei Band-Nacht

Xanten : Mitreißende Stimmung bei Band-Nacht

Die Lokale waren auch bei der dritten Auflage der Enni night of Bands voll. Bis in die Naht hinein feierten die Gäste die 13 Bands. Bisweilen gab es kein Durchkommen. Zufriedene Gesichter allerorten.

20 Uhr: Xanten rockt schon seit einer Stunde. Eine lange Partynacht ist angesagt. Zum 3. Mal gibt es die Enni night of Bands. Und so langsam wird es voll. Da wir uns auf eine lange Partynacht gefasst machen, kommen auch wir langsam in die Puschen. Das Ziel unserer Vierergruppe: Alle 13 Lokale, alle 13 Bands hautnah miterleben. Einen Strategieplan haben wir aber nicht, denn nach Stoppuhr will von uns niemand feiern. Frei nach dem Motto, die Feste feiern, wie sie fallen, peilen wir als ersten Anlaufpunkt das Gotische Haus an.

Die Rock'n'Roller "Boochikas" spielen bereits, und prompt ist der gesamte Hinterhof rappelvoll. Pech für uns. Zwar kommen wir noch rein, aber an einen zumindest annähernd bequemen Platz mit Blick auf die Band ist nicht zu denken. Auch der Getränkestand ist ein unerreichbares Ziel für uns.

Musik und Stimmung sind aber klasse. Wir beschließen, später wiederzukommen. Einen Vorteil hatte der recht kurze Besuch trotzdem: Zum Eintrittsbändchen gab es den Spielplan der Bands. Jetzt haben wir die Uhrzeiten, wann und wo welche Band auftritt. Da laut Plan im Café Bistro X gerade die Latinband "Luis de Lima" ihren ersten Block beginnt, ist dies unser nächstes Ziel. Eigentlich. Auf dem Weg dorthin kommen uns aus dem Eiscafé Teatro die Textpassagen von Smokies "Lay back in the arms of someone" in die Ohren. Während sich die Gäste drinnen tatsächlich zu dem Rockklassiker in den Armen liegen und lauthals mitsingen, ist im Glaspavillon vor dem Café noch etwas Raum für uns. Also rein da.

21.15 Uhr: Schön ist's. Doch wir wollen schließlich alle Bands mal hören. So geht es wieder weiter Richtung Bistro. Allerdings wird am Eingang klar: keine Chance. In jeder noch so kleinen Ecke stehen und sitzen Menschen. Einige besetzen sogar die Wendeltreppe.

Also nächstes Ziel: Hövelmann's. Sitzen ist auch hier nicht drin, aber zumindest kann man sich frei bewegen. Zum ersten Mal heute Abend sehe ich sogar ein paar Leute tanzen. Mit sichtlich viel Spaß und Leidenschaft rocken "No Age" das Restaurant bis die Gitarrensaiten reißen. 20 Minuten Pause, um den Elektrolurch noch vor dem Finale zu beseitigen. Zeit, um mit Sängerin Tamara Coll Tempel zu sprechen. Anfangs seien die Leute noch etwas träge gewesen, aber zum persönlichen Lieblingsstück "Ain't Nobody" von Chaka Khan hätten dann alle gefeiert, sagt sie. "Das war mein Highlight. Wenn die Leute mitgehen, weiß man, dass man was richtig macht", erklärt die Sängerin.

Blicke ins Eiscaé Santin und Petersilchen. Ein mittlerweile bekanntes Bild: Das Eiscafé platzt aus allen Nähten. Vor den Scheiben hat sich eine Schar von Leuten versammelt, die einfach draußen feiern. Und der Entertainer kommt sogar bis nach vorne, um bei seinen Fans zu sein. Im Petersilchen ist gerade Pause. Schade, ich kenne "Megao Brasil" vom Vorjahr und war von ihrem Bossa Nova begeistert. Die aus dem Restaurant kommenden Gäste bestätigen: "Sehr gute Musiker", "mal was anderes heute", "man kam richtig in Urlaubsstimmung."

22.45 Uhr: Zurück im Hövelmann's hören wir noch die Zugabe von "No Age." Neben uns am Tisch rufen ein paar Männer: "Auf zur Schmiede." Warum nicht? Gute Entscheidung. Einen so guten Gitarristen wie von "Take two" habe ich noch nicht gehört. Die Kneipe tobt. Zur Pause gehen wir rüber ins Restaurant An de Poort, wo der nächste Virtuose "Boogie Man Thomas Nowak" für uns spielt. Nach gleich mehreren Zugaben ist leider Schluss.

Wir machen noch einen Abstecher zu Neumaier, doch um mittlerweile 1 Uhr fangen die ersten in unserer Gruppe an zu schwächeln. Zeit, nach Hause zu gehen. Erstes Fazit: Das Ziel, alle Bands zu sehen, konnten wir nicht erreichen. Hier und da kommt man gar nicht erst rein. Anderswo bleibt man eben länger als gedacht und lässt sich von der Stimmung mitreißen.

Klasse!

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das war die Enni Night of the Bands

(beaw)