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Xanten: Ministerpräsidentin beim Domjubiläum

Xanten : Ministerpräsidentin beim Domjubiläum

750 Jahre gotischer Dom: Dem Motto "Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein" folgt auch Hannelore Kraft. Am Sonntag, 25. August, kommt sie zu Pontifikalamt und Festakt in das Xantener Gotteshaus.

Er gilt als der größte Dom zwischen der Nordsee und Köln, und sein Bau begann vor 750 Jahren: Dieses Jubiläum des Xantener Doms St. Viktor wird in diesem Jahr unter dem Motto "Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein" — einem Wort aus dem Petrusbrief — mit vielen Veranstaltungen gefeiert.

Nachdem Reigen der Veranstaltungen, die vor allem auch sehr viele Kinder und Jugendliche in die Kirche gebracht haben, läuft das Jubiläumsjahr auf den Höhepunkt zu: Die Pontifikalvesper mit Weihbischof Dieter Geerlings anlässlich der Grundsteinlegung des gotischen Domes am Donnerstag, 22. August, sowie vor allem die Jubiläumsfeier mit Pontifikalamt und Festakt mit Münsters Bischof Dr. Felix Genn am Sonntag, 25. August, zu der auch die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft erwartet wird.

1263 legte Friedrich von Hochstaden den Grundstein für das gotische Langhaus, das den Baukörper bis heute eindrucksvoll prägt. Nach 281-jähriger Bauzeit wurde das Gotteshaus mit der Weihung der Heilig-Geist-Kapelle 1544 fertiggestellt. Seitdem besteht der Dom — ur-sprünglich als dreischiffiges Langhaus mit Querschiff geplant — aus einem fünfschiffigen Langhaus in gotischem Stil.

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Im Gegensatz zu vielen Kirchen dieser Zeit besitzt St. Viktor keinen Chorumgang, ihm sind stattdessen zwei Kapellenpaare angeschlossen. St. Viktor war gleichzeitig Pfarr- und Stiftskirche sowie Mittelpunkt der Stiftsimmunität, einer Stadt in der Stadt, in der die Kanoniker in eigenen Häusern wohnten. In seiner Bedeutung für das Rheinland stand der Xantener dem Kölner Dom kaum nach.

Das Gotteshaus befindet sich über einem Gräberfeld aus römisch-fränkischer Zeit. Dort sollen der Überlieferung nach Menschen bestattet worden sein, die für ihren Glauben an Jesus Christus getötet wurden. Zu diesen Märtyrern zählt der römische Soldat Viktor, dem der Dom geweiht ist. Dessen Gebeine werden in einem Schrein im Hochaltar verehrt. Zu Ehren des Heiligen finden seit dem 14. Jahrhundert bei besonderen Anlässen die so genannten Großen Viktortrachten statt. Dabei wird der aus dem zwölften Jahrhundert stammende Viktorschrein in feierlicher Prozession durch Xanten zum Fürstenberg getragen.

Auch im Jubiläumsjahr des Doms ist am Sonntag, 13. Oktober, eine Große Viktortracht mit Erzbischof Dr. Joachim Kardinal Meisner, Münsters Bischof Dr. Felix Genn und Weihbischof Wilfried Theising vorgesehen.

Bischof Genn wird auch das Pontifikalamt am Sonntag, 25. August, zelebrieren, das um 10 Uhr beginnt. Beim anschließenden Festakt — ebenfalls im Dom — wird Ministerpräsidentin Kraft ein Grußwort sprechen. Den Festvortrag wird der Theologe Prof. Dr. Reinhard Hoeps aus Münster halten. Die Pontifikalvesper am Donnerstag mit Weihbischof Geerlings beginnt um 18 Uhr.

(RP)