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Sonsbeck: Mehr Lila für den „Kraki“beim Spaß am „Fuxbau“

Sonsbeck : Mehr Lila für den „Kraki“beim Spaß am „Fuxbau“

Mit der einen Hand hält Vanessa den Holzkraken und einen Pinsel, während sie mit der anderen konzentriert ihren "Kraki" anmalt. "Ich brauche mehr lila, da ist keins mehr." "Ich misch' dir gleich neue Farbe, ich muss eben Laurin helfen", erbittet Stefanie van Wersch, die Leiterin, einen Moment Geduld.

Vier Mädchen und Jungen haben sich zu diesem ersten "Spaß am Fuxbau" eingefunden. Das von den Pfadfindern (DPSG) geschaffene offene Freizeitangebot soll künftig jeden ersten Samstag stattfinden; mit dem Angebot richten sich die DPSGler vom Stamm Sonsbeck an alle Kinder von sieben bis 14 Jahren. Auch an die, die keine Pfadfinder sind. Von 14 bis 18 Uhr wird dann z.B. gebastelt oder gebacken.

Öffentlich zeigen

"Bis 2005 hatten wir die offene Teestube für die Älteren (ab zwölf Jahren). 2006 hatten wir keine Leiter frei, die das durchführen konnten", erklärt Stefan Vermöhlen, der Stefanie van Wersch an diesem Nachmittag unterstützt. Bei derzeit 25 Leitern habe man überlegt, dass man 2007 wieder etwas anbieten könnte. So entstand die Idee des "Spaß am Fuxbau". "Wir wollten uns auch öffentlich zeigen — und die Gemeinde ist froh, wenn ein Verein Jugendarbeit anbietet", so Vermöhlen.

An diesem Nachmittag bastelt das Quartett Windspiele. Zwei der Teilnehmer kommen aus den Reihen der 120 Mitglieder, haben bereits morgens beim Fuxbau-Tag mitgeholfen. Das ist der Tag im Monat, an dem die Pfadfinder, vom Wölfling bis zum Rover, "ihren" Fuxbau aufräumen. Ein gutes Dutzend Helfer aus den Gruppen der Wölflinge und Juffis hat an diesem Morgen nicht nur für Ordnung und Sauberkeit im Haus sondern vor allem für frische Farbe auf dem beim letzten Fuxbau-Tag entstandenen Unterstand gesorgt.

Konturen

Jetzt sitzen Juffi Saskia und Wölfling Laurin bei Savannah und Vanessa, pinseln fleißig. Grinsend berichtet Laurin, dass er sich am Vormittag mit seinen Freunden vor dem Spülen "vom Acker gemacht hat". Die Ränder von Kraken, Teddybären, Fischen sowie dem Drachen Tabaluga haben die Kinder bereits glatt geschmirgelt. "Holzwurm" Stefan Vermöhlen bohrt die Löcher, in die später die Klangstifte eingehängt werden. Dann werden die Konturen der Augen, Schuppen oder Flügel abgepaust, anschließend Farbe aufgetragen. Nicht nur die Holztiere werden dabei bunt. Mancher Finger leuchtet ebenfalls. "Wenn die trockenen müssen, machen wir eine Spielpause", verspricht Stefanie van Wersch, die die eifrigen Bastler mit Tipps und helfender Hand unterstützt.

(RP)