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Mahnwache vorm Xantener Dom für mehr Frauenrechte in der Kirche

Frauen in der Kirche in Xanten : 100 Frauen bei Mahnwache am Dom

Weihbischof Lohmann begrüßte die Teilnehmerinnen an der Aktion von Maria 2.0.

Eindrucksvoll viele Frauen hielten sich am Sonntag, am Internationalen Frauentag, von 10 Uhr an vor dem Xantener Dom auf. Sie alle, es waren um die 100 in Begleitung einiger Männer, waren dem von der Frauengemeinschaft (kfd) und der Bewegung Maria 2.0 initiierten Aufruf zu einer Mahnwache gefolgt. Mit der eineinhalbstündigen Aktion wollten die Frauen ihr Bestreben nach Gleichberechtigung in der katholischen Kirche bekräftigen.

„Frauendiakonat – jetzt“, hieß es auf vielen Plakaten. Auch die purpurfarbenen Kreuze der kfd machten den Wunsch nach einer geschlechtergerechten Kirche deutlich. In einem langen Spalier von Frauen vor dem Domportal bekundete Weihbischof Rolf Lehmann im Gespräch mit Ulrike Goeken-Huismann, Geistliche Leiterin im Bundesverband der kfd, und Beatrix Pottermann, stellvertretende Vorsitzende des Diözesanleitungsteams, dass die Demonstrantinnen gern gesehene Gäste in Xanten seien.

Im Dom beim Pontifikalamt zum 50-jährigen Jahrestag der Weihe der „Ständigen Diakone“ erklärte Ulrike Goeken-Huismann: „Wenn Frauen auch als geweihte Diakone in der katholischen Kirche mitarbeiten dürfen, wäre das ein erster Schritt zur Gleichberechtigung.“ Sie übermittelte die Glückwünsche der kfd an die 30 Diakone, die aus den Kreisdekanaten Wesel und Kleve zusammengekommen waren. Selten zuvor gab’s im Dom wohl so viel Beifall wie nach dem Appell von Goeken-Huismann und den Worten des Weihbischofs.

Als Teamleiterin der kfd Xanten hatte Regine Rupprich schon am Freitag gefordert: „Frauen, die sich berufen fühlen, in der Verkündigung mitzuwirken, muss es ermöglicht werden, Weiheämter zu bekleiden.“