Lehrerstellen in der Region: So sieht es wirklich aus

Lehrermangel in der Region : Wie schaut es wirklich an den Schulen aus?

In einer Kleinen Anfrage wollte der Landtagsabgeordnete der SPD, René Schneider, wissen, wie die Schul-Situation in Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten ist.

Von 2010 bis 2017 gab es eine rot-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen. Seit fast anderthalb Jahren gibt es Schwarz-Gelb und mit Armin Laschet und Co. das Versprechen, den Stellenbedarf und die -versorgung an den Schulen zu verbessern. Das rief nun die Landtagsabgeordneten der SPD auf den Plan. Sie wollten wissen: Wie schaut es wirklich an den Schulen in unserem Land aus?

Für Alpen, Sonsbeck, Rheinberg und Xanten stellte René Schneider aus Kamp-Lintfort die Kleine Anfrage. Der Landtag lieferte die Antworten – mit dem Hinweis: „Die Lage auf dem Lehrkräftearbeitsmarkt in NRW ist sehr angespannt. Es ist derzeit nicht möglich, alle zur Verfügung stehenden Stellen zeitnah mit ausgebildeten Lehrkräften zu besetzen.“ Im Folgenden die Übersicht (Stand: 17. September 2018):

René Schneider stellte eine Kleine Anfrage.       . Foto: Dieker, Klaus (kdi)

Alpen: In Alpen gibt es nach Angaben des Landes drei unbesetzte Stellen – zwei an der Sekundarschule und eine an der Förderschule. Die Schulleiterstellen sind alle besetzt, auch die Personalausstattungsquote liegt bei drei von vier Schulen bei mehr als 100 Prozent. Nur die Wilhelm-Koppers-Grundschule liegt bei 94,1 Prozent. Es gab sieben Neueinstellungen, fünf an der Sekundar-, eine an der Grund- und eine an der Förderschule. Vier Lehrer sind Seiteneinsteiger.

Sonsbeck: Für die Gemeinde ist nur eine Zahl relevant, die Personalausstattungsquote an der Grundschule. Diese liegt laut Land NRW bei 94,4 Prozent.

Rheinberg: In Rheinberg gibt es nach Angaben des Landtages drei unbesetzte Stellen, zwei an der Europaschule und eine an der Gemeinschaftsgrundschule. An der Grundschule St. Peter ist zudem die stellvertretende Schulleitung vakant. Insgesamt gab es 16 Neueinstellungen, zehn an der Europaschule, vier am Amplonius-Gymnasium und zwei an den Grundschulen. Im Primarbereich hapert es bei der Personalausstattungsquote, vor allem an der Grundschule St. Peter (83,6 Prozent), an der Gemeinschaftsgrundschule Schulstraße (97,1 Prozent) und an der Gemeinschaftsgrundschule Am Bienenhaus (87,7 Prozent).

Xanten In Xanten liegt die Personalausstattungsquote bei 93,7 Prozent (Hagelkreuzschule), 96,6 Prozent (Viktor-Grundschule) und 96,2 Prozent (Gesamtschule). Es gab 13 Neueinstellungen – eine an der Viktor-Grundschule, vier am Stiftsgymnasium und acht an der Gesamtschule. Von den acht Lehrern sind dort drei Seiteneinsteiger. Unbesetzt sind fünf Stellen, und zwar auch an der Gesamtschule.

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