Kurpark Xanten: Schwarzdorn füs Gradierwerk wird im Februar geliefert

Kurpark Xanten : Schwarzdorn füs Gradierwerk soll bald geliefert werden

Künftig wird es auch in Xanten ein Gradierwerk geben. Im Februar soll die Bedornung des Bauwerks beginnen. Für April ist ein Probebetrieb geplant. Der Luftkurort stärkt damit seine Position im Gesundheitstourismus.

Das Gradierwerk im Xantener Kurpark soll in den nächsten Wochen fertiggestellt werden. Bisher fehlte der für die Bedornung notwendige Schwarzdorn. Aber eine Firma werde die Reisigbündel im Februar liefern und einbauen, sagte Harald Rodiek, Leiter des städtischen Dienstleistungsbetriebs Xanten (DBX). Die Bedornung werde dann voraussichtlich im März abgeschlossen sein. Für April sei ein Probebetrieb des Gradierwerks geplant. Einen Monat später, am 25. Mai, wird der Xantener Kurpark mit einem Bürgerfest eröffnet.

Im Gradierwerk soll künftig Sole über das Schwarzdornreisig rieseln. Dabei verdunstet das salzhaltige Wasser, deshalb steigt in der Umgebung die Luftfeuchtigkeit, und die Luft hat auch einen höheren Salzanteil – in etwa so wie am Meer. Die Inhalation dieser Luft soll sich positiv auf das Wohlbefinden und die Gesundheit auswirken. Davon sollen zum Beispiel Asthmatiker und Allergiker profitieren.

Der Luftkurort Xanten stärkt mit dem Gradierwerk seine Position im Gesundheitstourismus. Das Bauwerk wird im Westwall gegenüber dem evangelischen Altenzentrum errichtet, es werden mehrere Hunderttausend Euro investiert. Insgesamt kostet der Kurpark mehr als fünf Millionen Euro. 80 Prozent übernimmt das Land, den Rest die Stadt. Einwohner und Touristen sollen gleichermaßen profitieren.

Die Arbeiten am Gradierwerk hätten ursprünglich bis Ende 2018 abgeschlossen sein sollen. Das neun Meter hohe und etwa 25 Meter lange Holzgerüst war auch im vergangenen Jahr aufgebaut worden. Aber die Bedornung machte den Planern mehr zu schaffen als ursprünglich geplant. Das liegt zum einen am Schwarzdorn: Er stamme aus Polen und werde nur im Winter nach dem ersten Frost geerntet, erklärte Rodiek. Zum anderen war die Auftragsvergabe nach Angaben der Stadt schwierig. Es gebe nur einen Anbieter in Deutschland, und dieser habe Xanten zunächst nicht beliefern wollen, weil er nicht den Auftrag für den Bau des Holzgestells erhalten habe, hatte Niklas Franke, Technischer Beigeordneter, im Herbst erklärt.

Schließlich haben sich Firma und Stadt aber doch noch geeinigt. Es sei dasselbe Unternehmen, das auch für die Bedornung des Gradierwerks in Kevelaer zuständig sei, sagte Rodiek. Der Anbieter erfülle erst dort den Auftrag und komme dann nach Xanten. Die Kosten lägen im geplanten Rahmen. Bei korrekter Pflege könne der Schwarzdorn bis zu 20 Jahre halten, bevor er ausgetauscht werden müsse.

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