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Kurpark in Xanten: Zu schnelle Radfahrer beschäftigen die Politik

Kurpark in Xanten : Zu schnelle Radfahrer beschäftigen die Politik

Viele Menschen gehen gern im Xantener Kurpark spazieren, die Wege dürfen aber auch von Radfahrern benutzt werden. Eine Bürgerin berichtet von gefährlichen Situationen. Die Stadt bittet deshalb um mehr Rücksichtnahme.

Vertreter von Politik und Verwaltung haben an die Menschen appelliert, im Xantener Kurpark mehr aufeinander Rücksicht zu nehmen. Anlass war eine Debatte im Bürgerforum über zu schnelle Fahrradfahrer in den Wallanlagen. Eine Frau hatte sich darüber beklagt, dass viele E-Bike-Fahrer auf den Wegen in einem zu hohen Tempo unterwegs seien. Ihre Enkelkinder seien schon einige Male beinahe angefahren worden, weil gerade ältere E-Bike-Radler erst spät reagieren könnten, wenn sie mit ihrem elektrischen Antrieb zu schnell führen. „Ich weiß nicht, wie man die Menschen dazu bringen kann, langsamer zu fahren“, sagte die Frau. Möglicherweise könne ein Verbot für Radfahrer oder E-Bike-Fahrer im Kurpark helfen.

Der Kurpark sei für alle offen, sagte Bürgermeister Thomas Görtz. Die Wege dürften von Radfahrern genauso benutzt werden wie von Fußgängern. Aber die Voraussetzung dafür sei, dass alle rücksichtsvoll miteinander umgingen. „Wir können nur an die Vernunft aller appellieren, bitte langsamer zu fahren.“ Görtz rief die Bürger auch dazu auf, andere darauf hinzuweisen, wenn sie zu schnell führen. Der Technische Dezernent Niklas Franke ergänzte diesen Appell mit einem Hinweis auf die Straßenverkehrsordnung. Direkt im ersten Paragraf stehe, dass die Teilnahme am Straßenverkehr die ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht erfordere. „Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“

(wer)