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Kurpark in Xanten: 500 Zigarettenkippen an einem Vormittag gesammelt

Sammelaktion im Xantener Kurpark : 500 Kippen an einem Vormittag

Nach einer Sammelaktion fordert Grünen-Politiker Eberhard Ritter höhere Strafen fürs Zigaretten-Wegwerfen.

Der Grünen-Politiker Eberhard Ritter hat nach eigenen Angaben rund 500 Zigarettenkippen an einem Vormittag im Xantener Kurpark aufgesammelt. Er sprach von einem „erschreckenden Ergebnis“. Ein Teil habe in der Nähe von Parkbänken auf dem Boden gelegen, dabei stünden in unmittelbarer Nähe Mülleimer. Ritter bekräftigte seine Forderung nach einer höheren Strafe in Xanten für das Wegwerfen von Zigarettenkippen. Außerdem sprach er sich für häufigere Kontrollen durch das Ordnungsamt aus.

Ritter war am Samstag rund ein­einhalb Stunden durch den Kurpark gegangen, wie er mitteilte. Die Kippen hätten am Gradierwerk, im Bibelgarten, an Spielplätzen, auf dem Weg selbst, auf einem Parkplatz am Archäologischen Park Xanten (APX) und im Durchgang unter der Michaelskapelle gelegen. Der Grünen-Politiker sprach von einem „ökologisch verwerflichen Delikt“. Es dauere mehrere Jahre, bis der Rest einer Zigarette verrottet sei. Solange könne der Stummel noch Chemikalien an die Umwelt abgeben. Raucher, die ihren Glimmstängel auf den Boden werfen, kümmere das offenbar nicht, kritisierte Ritter. Er sprach von „achtlosen“ Menschen, die keine Rücksicht auf ihre Umwelt nähmen.

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Wenn Raucher vom Ordnungsamt dabei erwischt werden, wie sie einen Stummel auf den Boden werfen, droht ihnen in Xanten eine Verwarnung von bis zu 35 Euro. Ritter fordert, dass die Strafe auf ein Bußgeld von 100 Euro erhöht wird. Er hat einen entsprechenden Antrag an den Rat gestellt. Damit greift er eine Empfehlung von NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) für alle Kommunen auf. Allerdings ist es nach Auskunft des Ordnungsamtes aufwendiger, ein Bußgeld statt einer Verwarnung durchzusetzen, weil es ein formelles Verfahren mit einer Anhörung des Beschuldigten nach sich zieht.