Kunstausstellung in Xanten Innen und außen im kunstvollen Einklang

Xanten · Bei der Eröffnung der Ausstellung „Slow-Motion“ im Xantener Drei-Giebel-Haus bekamen die Gäste zahlreiche Impulse zur Entschleunigung. Die Kunstobjekte sind bis zum 30. September zu sehen.

Musical-Darstellerin Aileen-Chantal Rothkegel bot zwei Tanzdarbietungen zur Vernissage an.

Musical-Darstellerin Aileen-Chantal Rothkegel bot zwei Tanzdarbietungen zur Vernissage an.

Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Das Mitwirken von zwei sympathischen Moderatorinnen, einer reizenden Tänzerin und drei talentierten Musikern sowie die Präsentation einer Vielzahl von einzigartigen Kunstobjekten, das waren äußerst gute Voraussetzungen für das Gelingen der Eröffnung der Slow-Motion-Ausstellung im Xantener Drei-Giebel-Haus. Bereits frühzeitig musste die Anzahl der im Untergeschoss bereitgestellten Stühle um einige weitere erhöht werden, so viele kulturinteressierte Bürgerinnen und Bürger waren am Samstag zu dem Abendevent gekommen. 

„Wir sind begeistert und freuen uns, dass wir den Begriff Slow-Motion als ein langsames und achtsames Genießen von Kunstobjekten, die sich in vielfältiger Weise mit dem Thema Natur auseinandersetzen, verständlich machen können“, erklärten die Initiatorinnen, Kunsttherapeutin Martina Gabriel und Logotherapeutin Alexa Willems, während ihrer Begrüßungsrede. Zuvor hatte der Musiker Richard Sikon die Besucher mit Klaviermusik behutsam auf einen ruhigen und entspannten Abend eingestimmt.

Der Künstler Stefan Kraus mit einer seiner beweglichen Skulpturen. Die „Schmetterlibelle“ ist in der Corona-Zeit entstanden.

Der Künstler Stefan Kraus mit einer seiner beweglichen Skulpturen. Die „Schmetterlibelle“ ist in der Corona-Zeit entstanden.

Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Ein Videofilm der Xantener Künstlerin Gabriele Kremer mit dem Titel „Cycle of Time“ war das erste Element der Ausstellung, das die Moderatorinnen zur Ansicht anboten. Kremer hatte wundervolle Naturaufnahmen, die sie im Laufe eines Jahres zu den vier Jahreszeiten gemacht hatte, derart mit Tonaufnahmen unterlegt, dass der Film trotz der überwältigenden Vielfalt der Sequenzen entschleunigend auf die Betrachter wirkte.

Eine Entschleunigung zu ermöglichen, das Hadern mit der Vergangenheit und die Angst vor der Zukunft zumindest während des Besuchs der Ausstellung nicht mehr als „Räuber“ eines angenehmen Lebensrhythmus‘ zu erleben, sind zwei der erklärten Ziele der Ausstellung. 

In enger Zusammenarbeit mit den Musikern Ingo Borgardts aus Dinslaken (Klarinette, Klanginstrumente) und Stefan Kranz aus Wesel (Hand-Pan) hatte die Xantener Musical-Darstellerin Aileen-Chantal Rothkegel zwei Tanzaufführungen entwickelt. Bei ihren tänzerischen Darbietungen nutzte Rothkegel die architektonischen Besonderheiten des Drei-Giebel-Hauses geschickt aus und schwebte in ihrem weißen, stilvollen Kleid sowie mit ihrem lieblichen Blick kunstvoll von einem Winkel des Drei-Giebel-Hauses in den anderen.

Stefan Kranz verlieh nicht nur der Ausstellungseröffnung durch seine Musik einen besonderen Akzent, reizvoll sind auch seine bewegten Skulpturen, mit denen er die Ausstellung im zweiten Obergeschoss des Drei-Giebel-Hauses durch Fantasie-Insekten bereichert.

Die Bilder der Künstlerinnen Martina Gabriel, Mitinitiatorin der Veranstaltung, und Gudrun Kleffe, die mit textilen Materialien arbeitet, bilden ebenfalls äußerst sehenswerte, der Natur entliehene Elemente der Ausstellung.

Die Gäste genossen den Auftakt der Slow-Motion-Reihe. Die aus Wesel stammende, sehr an Kunst interessierte Melanie Scholl, die Ausstellungen auch in anderen deutschen Städten wie Düsseldorf besucht, fühlte sich im Drei-Giebel-Haus am richtigen Ort. „Ich bin begeistert, mit welchen künstlerischen Medien hier Emotionen geweckt werden.“ „Das Slow-Motion-Event war die Verbindung von Kunst, Kultur und Entschleunigung und regte mit vielfältigen Angeboten zur Achtsamkeit ein“, gaben die Initiatorinnen an. „Entschleunigende Impulse während der Moderation stimmten die Besucher ein, sich in besonderer Weise auf die Kunst einzulassen und diese mit allen Sinnen zu genießen.“ Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Drei-Giebel-Hauses bis zum 30. September zu sehen.

(hvh)