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Kunstausstellung in Xanten: Doris Cappell stellt Werke in der evangelischen Kirche aus

Kunstausstellung in Xanten : Bilder voller Hoffnung auf einen Neuanfang

Die Künstlerin Doris Cappell stellt neue Werke in der evangelischen Kirche am Markt in Xanten aus. Ihre Bilder sind während der Corona-Pandemie entstanden. Die Bildrücken Zuversicht und Hoffnung auf einen Neuanfang aus.

In der evangelischen Kirche am Markt in Xanten sind ab sofort Arbeiten von Doris Cappell zu sehen. Fast ein Jahr lang hat die Leiterin der Kunstschule Xanten auf diese Ausstellung hingearbeitet. Alle Bilder sind dafür neu entstanden – während der Corona-Pandemie. „Ich habe mich gefreut, dass ich gefragt wurde, ob ich Bilder in der evangelischen Kirche ausstellen wolle“, sagte die Künstlerin am Mittwoch.

Ihre Arbeiten seien auf die aktuelle Situation abgestimmt. „Meine erste Überlegung ging dahin, wie man an der momentanen Lage wachsen kann“, erklärte die Künstlerin und stellte die Ausstellung unter das Motto des Aufbruchs. „Wer sich auf das Spiel der Farben und Formen sowie die Beziehungen zwischen den Bildern einlässt, wird auch etwas von dem wiederfinden, was ihn oder sie in diesen Monaten bewegt hat“, sagte sie.

So entstanden in etwa einjähriger Arbeit insgesamt 16 Bilder als Farbkompositionen mit Titeln wie „Aufbruch“, „Freude“, „Einfach nur Einatmen und Ausatmen“, Apocalypse, Dancer encore“, „Vertiefen“ und „Elegie“. Es sind Bilder, die Zuversicht und Hoffnung im Hinblick auf einen Neuanfang ausdrücken sollen. Unter anderem inspirierte sie dazu die Bewegung „Dancer Encore“ aus Frankreich, wo Künstlerinnen und Künstler den öffentlichen Raum mit Leben füllten, indem sie beispielsweise „wieder tanzten“. Die Entstehung der Arbeiten sei das Ergebnis der Zusammenarbeit von Denken und Fühlen, erklärte Cappell.

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Bis zum 15. August sind die Bilder in der evangelischen Kirche am Xantener Markt zu bewundern. Die Ausstellung ist möglichst häufig geöffnet, in der Regel an Wochentagen vormittags ab 10 Uhr. Weitere Öffnungszeiten hängen von der Mitwirkungsmöglichkeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kirchengemeinde ab. „Bewusst haben wir aufgrund der pandemischen Situation auf eine große Eröffnungsfeier verzichtet“, erklärte Brigitte Messerschmidt vom Verein Kunst, Kultur, Kirche.

Dafür werden zwischendurch Veranstaltungen stattfinden, die dem Besucher den Kontakt zu Orgelmusik und den ausgestellten Bildern ermöglichen sollen. So gebe es am 4. Juli um 15 Uhr ein etwa 45 Minuten langes Orgelkonzert des Diplom-Kirchenmusikers Mathias Staut aus Issum, gefolgt von einem weiteren, zweiteiligen Konzert am 11 Juli um 15 Uhr und 16 Uhr mit Hans-Joachim Heßler aus Duisburg und Milan Thüer aus Korschenbroich am Kontrabass. Den Abschluss der kleinen Konzertreihe setzt Kirchenmusikdirektor Jens-Peter Enk aus Wuppertal am 15. August ebenfalls in einer zweiteiligen Darbietung um 15 Uhr und 16 Uhr. Zusätzlich ist am 6. August um 19.30 Uhr eine Lesung geplant. Eingeladen ist die syrische Schriftstellerin Nahed al Essa, die 2015 unter dramatischen Umständen übers Mittelmeer nach Europa kam.

Beim Besuch der Ausstellung sind die jeweiligen Maßnahmen der Corona-Schutzbestimmungen zu beachten. So ist die Kirche nur mit Mundschutz zu betreten und die Anzahl der gleichzeitig im Raum befindlichen Besucher auf zehn Personen begrenzt. Bei den Konzerten und der Lesung herrscht zudem eine Registrierungspflicht. Alle Veranstaltungen sind kostenlos für die Besucher.

Gruppen können sich telefonisch bei Brigitte Messerschmidt unter Tel. 02801 985988 oder im Gemeindebüro unter Tel. 02801 5611 anmelden.

(rava)