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Xanten: Kunst und Handwerk

Xanten : Kunst und Handwerk

Auftakt nach Maß: der vorösterliche Frühlingsmarkt in Xanten. Kunstgewerbe, Viktualienmarkt und verkaufsoffener Sonntag bildeten am Wochenende die Erfolgskombination. Gut angenommen: Mitmach-Aktionen.

"Der Frühling lässt sein güld‘nes Band..." — offensichtlich empfanden die Besucher des Ostermarktes "Xantener Frühling" diese zweitägige Attraktion mitten im beschaulichen mittelalterlichen Ensemble der Domstadt tatsächlich als endgültigen "Eintritt in den Frühling 2007". So österlich strahlend die Schwester Sonne — auch wenn der Wind noch ein wenig frisch um die Nase wehte. So fein ausgewählte verlockende Angebote.

So freundliche Gesichter hüben und drüben der den Marktplatz füllenden Stände. Dabei mutiert der Ostermarkt zu einer Konzentration des Kunsthandwerkes: "Einfach toll — weit und breit kein Kitsch und alles offensichtlich mit Liebe gefertigt", fand denn auch das Ehepaar Sander, das sich einen ganzen Nachmittag Zeit und alles unter die Lupe nahm.

Bunzlauer Keramik

"Hey, Ellen schau doch mal, echte Bunzlauer Keramik", hatte jemand die Brotschatullen, Kännchen, Vasen, Amphoren, Suppenlöffel, Tassen und Schüsseln der alten Heimat entdeckt. Schließlich stammte auch die Familie der Neusser Künstlerin aus Oberschlesien. Anfang eines regen Austausches. Sonst kam das Angebot aus der näheren Region.

Ein "Frühling-Blickfang" für sich: bunt bebänderte Fantasieblumen, Hasen und Schmetterlinge bei Monica Naimor aus Kevelaer, kunstvolle Filzarbeiten (Damenhüte,Täschchen, applizierte Tücher) bei Brigitte Kapic. Zwar lockte ein bunter Drache die Kinder auch zu einem 'Glücksrad'. Ihre Kreativität wurde nebenan in einer Glasmalerei viel stärker angesprochen.

Mara Hegmann (9) hatte gerade ihr Herz in einem Strahlenkranz fertig und trug es vorsichtig Richtung Brennofen, als Simon (9) und Noah Glenk (5) sowie die achtjährige Jule Reinhold noch eifrig beim Bemalen ihrer Glasscheibe waren. Draußen fand ein von 30 Personen geschaffener und im Ofen zusammen geschmolzener Tisch großes Ansehen.

Eigene Ideen

Ob nun der Trend zum Körper- oder Wohnungsschmuck ging, fast alles fand hier ein Echo. Das Ehepaar Jargon aus Xanten demonstrierte gar mit der Laubsäge vor Ort, dass hier "nach eigenen Ideen und Entwürfen alles echt" ist. Und Ostern leuchtete bezüglich schöner Motive fast überall heraus.

So bei Peter Pöll in Kreationen von Kunstblumen, dem handgetöpferten Terracotta von Rita Albri. Neben Hasen, Küken und sonstigen Ostersymbolen fehlten auch andere Tier- und Fabelwesen — hübsch bunt — auch in der "Holzkiste" von Helga und Klaus Kirk (Wesel) nicht. Kulinarisches bot alleine schon der Viktualienmarkt in höchster "Bio-Qualität.

Lohnend auch ein Bummel durch die fußläufige City, deren Geschäfte auch am Sonntag ihre Türen geöffnet hatten und mit verlockenden Auslagen zum Hereinkommen einluden. Parken war beim großen Andrang dann für später Eintreffende schon vor den Toren der Stadt angesagt. Erneut ein voller Erfolg, getragen vom Frühlingssehnen!

(RP)