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Kreisausschuss berät über Rettungsdienstbedarfsplan

Rettungswesen im Kreis Wesel : Rettungsdienstbedarfsplan doch Thema im Ausschuss

Das Kreisgremium tagt Montag, 3. Dezember, 16 Uhr. Es handelt sich allerdings lediglich um eine Berichtsvorlage. Entschieden wird über den Rettungsdienstbedarfsplan erst im ersten Quartal 2019.

(jul) Der Ausschuss für Verkehr, Rettungswesen und Ordnungsangelegenheiten, der am Montag, 3. Dezember, 16 Uhr, im Kreishaus tagt, beschäftigt sich nun doch mit dem Rettungsdienstbedarfsplan. Hintergrund ist der gemeinsame Antrag der Kreistagsfraktionen CDU, Bündnis 90/Grüne und FDP/VWG (wir berichteten).

Landrat Ansgar Müller erklärt in seiner Drucksache die aktuelle Sachlage. So habe ein Gutachter im ersten Schritt die Einsatzdaten der Kreisleitstelle für den Zeitraum 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017 ausgewertet. Dabei sei herausgekommen, dass der Kreis die festgelegte Hilfsfrist von zwölf Minuten in 88,67 Prozent aller Fälle erreicht. Vorgeschrieben ist ein Wert von mindestens 90 Prozent. In einem weiteren Schritt wurden die jeweiligen Standorte im Kreis ausgewertet. Infolgedessen macht der Gutachter unter anderem folgende Vorschläge. Die Xantener Rettungswache soll an den westlichen Ausgang der Kernstadt verlegt werden. Zudem sollen die nächtlichen Notarztstandorte in Xanten und Rheinberg geschlossen und dafür ein neuer in Alpen errichtet werden (wir berichteten). Müller betont: „Es handelt sich um Vorschläge des Gutachters und nicht um solche, die sich der Kreis bereits zu eigen gemacht hat.“ Darüber hinaus stünde es den Kommunen natürlich frei, sich zu den Vorschlägen inhaltlich zu äußern.

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Das wurde auch gemacht. Vor allem in Xanten ist die Aufregung groß. Die Stadt hat eine Resolution auf den Weg gebracht. Auch der Förderverein des Sankt-Josef-Hospitals, der sich um die Existenz des Krankenhauses sorgt, hat einen Mahnbrief an den Landrat geschickt. Wie jetzt bekannt wurde, hat auch der Bürgermeister der Gemeinde Sonsbeck geschrieben. Moers machte ebenfalls einen Vermerk.

Der Kreisausschuss wird übrigens noch keinen Beschluss fassen. Es handelt sich lediglich um eine Berichtsvorlage. Entschieden werden soll über das Thema im ersten Quartal 2019. Zuvor muss der Gutachter einen aus Sicht der Kreisverwaltung beschlussfähigen Entwurf des neuen Rettungsdienstbedarfsplanes erstellen.