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Kreis Wesel: Solaranlagen – bei versäumter Anmeldefrist droht Bußgeld

Erneuerbare Energien im Kreis Wesel : Solaranlagen – bei versäumter Anmeldefrist droht Bußgeld

Für Solarstrombetreiber ergeben sich durch das zum Jahresbeginn geänderte Erneuerbare-Energien-Gesetz einige Vorteile. Doch auch Pflichten sind zu beachten.

Die Gemeindeverwaltung Sonsbeck erinnert Besitzer von Solarstromanlagen daran, dass mit Jahresbeginn einige Änderungen für den Betrieb von Photovoltaikanlagen in Kraft getreten sind. So ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und damit unter anderem die EEG-Umlage für den Eigenverbrauch von Solarstrom angepasst worden.

„Mit dem EEG 2021 wird die Grenze, ab der eine anteilige EEG-Umlage beim Eigenverbrauch gezahlt werden muss, angehoben“, informiert Sonja Choyka von der Initiative Altbauneu des Kreises Wesel. „Lag die Grenze zuvor bei zehn Kilowatt-Peak (kWp), ist diese nun auf 30 kWp angehoben worden“, ergänzt Jens Harnack, Klimaschutzmanager der Stadt Rheinberg. Betreiber von Anlagen mit einer Leistung von maximal 30 kWp und einem jährlichen Eigenverbrauch von maximal 30 Megawattstunden seien somit von der EEG-Umlage befreit.

Darüber hinaus weist die Initiative darauf hin, dass auch eine Änderung für die Registrierung im sogenannten Marktstammdatenregister (MaStR) in Kraft getreten ist. Neue Anlagen müssen nun innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme dort eingetragen werden. „Wenn Anlagen nicht fristgerecht angemeldet werden, droht ein Bußgeld und der Verlust der EEG-Vergütung“, heißt es in der Mitteilung.

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Das MaStR ist ein Register für alle stromerzeugenden Anlagen, das seit Anfang 2019 online ist und alle bisherigen Meldewege für Anlagen ablöst. Dort werden umfangreiche Informationen zum Strommarkt in einer Datenbank zusammengefasst und der Öffentlichkeit gebündelt zur Verfügung gestellt.

Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten sind über den Kreis Wesel Mitglieder im landesweiten Netzwerk Altbauneu. Energieeffizienz und der Einsatz von erneuerbaren Energien bei der Sanierung von Altbauten sind zentrale Themen des Netzwerks. Weitere Informationen zu den wichtigsten Änderungen für den Betrieb von Solarstromanlagen finden sich online unter

www.energieagentur.nrw

(beaw)