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Kreis Wesel: Land ordnet Corona-Notbremse an

Inzidenz über 100 : Land ordnet Corona-Notbremse für Kreis Wesel an

Im Kreis Wesel sind die Corona-Neuinfektionen gestiegen, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt seit Mittwoch über 100. Das Land ordnet deshalb eine Corona-Notbremse an – eröffnet aber eine Test-Option, die der Keis Wesel auch nutzt.

Das Land NRW hat am Freitag eine sogenannte Corona-Notbremse für den Kreis Wesel und weitere 30 Kreise und kreisfreie Städte angeordnet. Damit werden in diesen Regionen Lockerungen wieder zurückgenommen. Hintergrund sind die gestiegenen Infektionszahlen. In den insgesamt 31 Kommunen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz seit mindestens drei Tagen infolge über dem Wert von 100, im Kreis Wesel seit Mittwoch. Die Corona-Notbremse gilt ab Montag, 29. März, wie das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales mitteilte. Grundlage für die Anordnung ist die neue Corona-Schutzverordnung.

Wie das Ministerium weiter mitteilte, gelten in den 31 Kreisen und kreisfreien Städten ab Montag, 29. März, grundsätzlich folgende Einschränkungen (Ausnahmen sind im Kreis Wesel mit einem tagesaktuellen Corona-Test möglich – mehr dazu hier):

  • Kontakte sind nur zwischen einem Hausstand und maximal einer weiteren Person erlaubt. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgerechnet. Eine Ausnahme gilt an Ostern: Vom 1. bis zum 5. April dürfen sich alternativ auch zwei Hausstände mit maximal fünf Personen im öffentlichen Raum treffen. Kinder unter 14 Jahren werden auch hier nicht mitgerechnet.
  • Alle nicht für den täglichen Bedarf privilegierten Geschäfte, also zum Beispiel Bau- und Gartenmärkte, Textilgeschäfte und Buchhandlungen, dürfen wieder nur einen Abholservice anbieten (Click & Collect), aber keinen Verkauf im Geschäft mit Terminvereinbarung (Click & Meet).
  • Körpernahe Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, sind wieder unzulässig. Davon sind Kosmetik-, Nagel- und Massagestudios betroffen. Zulässig bleiben nur medizinisch erforderliche Dienstleistungen, Friseurdienstleistungen, Fußpflege und Personenbeförderung.
  • Der Besuch von Museen, Kunstausstellungen und so weiter ist wieder untersagt.
  • Auch der Besuch von geschlossenen Räumen in Zoos und Tierparks und Botanischen Gärten ist wieder untersagt.
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Für die betroffenen Kreise und kreisfreien Städte besteht die neugeschaffene Test-Option, also auch für den Kreis Wesel. Da es landesweit eine „stark ausgebauten Angebotsstruktur für kostenfreie Schnelltests für Bürgerinnen und Bürger“ gebe, erhielten die betroffenen Kommunen die Möglichkeit, „statt einer kompletten Rücknahme der Öffnungen die Inanspruchnahme der betroffenen Angebote strikt von einem tagesaktuellen Negativtest abhängig zu machen“, erklärt das NRW-Gesundheitsministerium. Demnach können die Kommunen im Einvernehmen mit dem NRW-Gesundheitsministerium eine Allgemeinverfügung erlassen und darin anordnen, dass die oben genannten Angebote weiter genutzt werden dürfen, wenn ein tagesaktueller Schnelltest mit einem negativen Ergebnis vorgelegt wird. „Bei der Test-Option können diese Öffnungen beibehalten werden – jedoch nur für Kunden, Besucher, Nutzer mit tagesaktuellem negativen Testergebnis“, erklärt das NRW-Gesundheitsministerium. „Voraussetzung ist ein entsprechend ausreichendes Angebot für kostenlose Bürgertestungen.“ Die schärferen Regelungen zur Kontaktbeschränkung blieben davon allerdings unberührt. „Sie gelten auch in Kommunen mit solcher Allgemeinverfügung weiter.“

Update, Sonntag, 28. März 2021: Am Sonntag teilte der Kreis Wesel mit, dass er die Test-Option nutzen wird. Eine entsprechende Allgemeinverfügung tritt am Montag, 29. März, in Kraft. Eine Übersicht mit den Regelungen finden Sie hier).

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In Xanten, Rheinberg, Alpen, Sonsbeck und den anderen Städten und Gemeinden im Kreis Wesel gibt es zahlreiche Teststellen. Die Nachfrage nach Tests steigt vor Ostern noch einmal. Bürger können einmal pro Woche kostenlos einen Corona-Schnelltest (POC-Tests) machen lassen.

(wer)