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Krähen in Wardt: Noch keine Entscheidung zu Antrag aus Wardt

Krähen im Inseldorf : Noch keine Entscheidung zu Vergrämungsantrag aus Wardt

Eine Bürgerin aus Wardt hat eine Ausnahmegenehmigung zur Vergrämung der Krähen aus dem Dorf beantragt. Der Kreis Wesel wartet noch auf ein Gesamtkonzept für Xanten, bevor er eine Entscheidung trifft.

Der Kreis Wesel will erst das neue Gutachten zu den Krähen im gesamten Xantener Stadtgebiet abwarten, bevor er über den Antrag einer Bürgerin aus Wardt zu den Vögeln entscheidet. Das teilte die Kreisverwaltung auf Anfrage unserer Redaktion mit. Der Antrag der Frau sei eingegangen, aber noch nicht beantwortet worden, erklärte eine Sprecherin. Über ihn werde auf Grundlage des Konzeptes zu entscheiden sein, das die Stadt Xanten zu den Krähen vorlegen werde. Damit werde im Laufe des Monats gerechnet, teilte der Kreis Wesel mit. Als Untere Naturschutzbehörde muss er Maßnahmen gegen die geschützten Vögel genehmigen.

Im Auftrag von Xantens Verwaltung prüft ein Gutachter, wo sich die Saatkrähen im Stadtgebiet angesiedelt haben, wo ihre Anwesenheit besonders kritisch ist und wie sich die Vögel vertreiben lassen. Sein Gutachten werde „die maßgebliche Grundlage für die erforderliche artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung“ sein, erklärte der Kreis Wesel. Eine Bürgerin aus Wardt hat zusätzlich eine Ausnahmegenehmigung zur Vergrämung der Krähen aus dem Dorf beantragt, weil deren Population in den vergangenen Jahren im Xantener Ortsteil um ein Vielfaches gestiegen ist. Die Vögel konzentrieren sich mit ihren Nestern auf einige Stellen. Die Anwohner klagen über Lärm und Kot.

(wer)