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Sonsbeck: Konzert mit einzigartiger Klangfülle

Sonsbeck : Konzert mit einzigartiger Klangfülle

Das Duo "Basso van Stiphaut" präsentierte in der evangelischen Kirche in Sonsbeck seine ganze künstlerische Bandbreite. Neben speziellen Aufnahmetechniken verlieh auch das besondere Licht dem Konzert das gewisse Etwas.

Dass die Kulturinitiative "Son'Kult!" das bekannte Duisburger Musiker-Duo Mirko van Stiphaut und Daniel Basso am Fronleichnamsabend in die Evangelische Kirche nach Sonsbeck eingeladen hatte, sprach wieder einmal mehr für das besondere Talent, das diesen Verein bei der Organisation seiner Veranstaltungen auszeichnet. Zwei Stunden lang war das frisch renovierte Gotteshaus von Musik aller Genres, angefangen von puren Akustiksongs bis hin zu elektronischen Tracks, erfüllt.

Die Lichteffekte, die nicht nur die Musiker, sondern auch das Kreuz an der Rückwand der Kirche in immer wieder andersfarbiges Licht eintauchten, verliehen dem Konzertort eine gewisse Einmaligkeit, die das Team bewusst herbeiführen wollte.

Eröffnet wurde das Konzert von Olaf Broekmans als Sprecher der Initiative. Er verlieh seiner Freude und seiner Dankbarkeit darüber, dass so viele Gäste zu dem Konzert gekommen waren und dass die "Son ´Kult!"-Veranstaltungen immer wieder von allen Seiten unterstützt werden, lebhaft Ausdruck. Für die evangelische Kirchengemeinde ergriff Regina Schade als Mitglied des Presbyteriums das Wort und begrüßte die Gäste auch im Namen von Pfarrer Franz Bublitz.

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Was das Konzert über seinen recht außergewöhnlichen Veranstaltungsort hinweg ausmachte, war zum einen die ansprechende Anmoderation aller Titel durch Mirko van Stiphaut, zum anderen die Art der Präsentation der Titel. Bei jedem Stück wusste der Gitarrist die Zuhörerschaft mit kurzen amüsanten Erklärungen für den Inhalt zu begeistern, zu den Titeln hatten die aus der Fernsehsendung "Popolski Show" bekannten Musiker die Arrangements selbst geschrieben. Daniel Basso gelang es, sie mit seinem Keyboard ebenso brillant umzusetzen wie Mirko van Stiphaut mit der Gitarre. Recht neu war für viele Zuhörer die Unterlegung der Soundtracks mit sogenannten Loops, womit Tonsequenzen, die vorab aufgenommen worden sind, bezeichnet werden. Sie sind natürlich sorgfältig auf den Titel als ganzen arrangiert und geben ihm eine große Klangfülle.

Viele der Titel des "Best of"-Konzerts, wie van Stiphaut die Auswahl der Stücke begründete, ließen die Stücke großer Musiker, wie die des US-amerikanischen Sängers Prince, in dem besonderen Stil erklingen, den die Musiker ihnen mit ihren einzigartigen Arrangements "einverleibt" hatten. Für großes Interesse sorgten aber auch Titel wie Helene Fischers "Atemlos" und Tony Marschalls "Schöne Maid", denen die Musiker ein Klangkostüm verliehen hatten, das diese Stücke weit vom Original entfremdete, für sie allerdings interessant machte.

Ein Pfeifkonzert, während dessen Basso einige Westerntitel mit der Kraft seiner Lippen blies, und sein Griff zur Trompete führten zu besonderen Höhepunkten im großen Ganzen des Konzerts.

Wie Ludger van Bebber, der als "Son'Kult!"-Vorstandsmitglied intensiv an der Planung und der Durchführung des Konzerts beteiligt war, verließen sowohl die Musiker als auch die zahlreichen Zuhörer die Kirche mit einem sehr positiven Gesamteindruck. "Wir durften ein Konzert erleben, das sich durch eine tolle Atmosphäre auszeichnete", resümierte van Bebber für sein Team, und verwies dabei auf die besonderen Lichteffekte, die gute Akustik, die lebhafte Anmoderation der Titel, die "schmissigen" Arrangements und die dynamische Einbeziehung des Publikums.

(hva)