Konzert der Marienschule im Dom Xanten: Unvergessliche Weihnachtsmomente

Konzert der Marienschule im Dom: Unvergessliche Weihnachtsmomente

Die Marienschülerinnen begeistern mit einem Vorweihnachtskonzert im Dom St. Viktor. Viele Familien und Ehemalige sitzen im Publikum und hören eine überzeugende Darbietung.

So voll wie am Freitagabend war der Xantener Dom schon lange nicht mehr. Selbst mit vielen zusätzlich aufgestellten Stühlen konnte nicht all den Gästen, die zum „Vorweihnachtlichen Konzert der Marienschule“ gekommen waren, Platz zum Sitzen geboten werden. Auffallend viele junge Familien befanden sich unter den Hunderten von Gästen, und als der Schulleiter Michael Lemkens in Bezug auf die Präsenz des ehemaligen Hausmeisters Karl-Heinz Oymann „Einmal Marienschule, immer Marienschule!“ freundlich zu Bedenken gab, galt das natürlich auch für die vielen ehemaligen Schülerinnen, die an diesem Abend mit ihren Ehemännern und Kindern in das vorweihnachtliche Konzert gekommen waren.

Unter der Leitung der Musiklehrerin Regina Kammann und des Musiklehrers Stefan Menkes boten etwa 70. Schülerinnen, die in den drei Formationen „Vorband“, „Musikkurs der 10. Klassen“ und „Big Band“ auftraten, ein vorweihnachtliches Konzert der Spitzenkasse. Mit dem englischen Song „Ding Dong Bells“, zu dem Menskes das Arrangement geschrieben hatte, eröffnete die Vorband den Konzertabend. Deutsche Lieder brachten Kammann und ihre Schülerinnen mit den Titeln „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Frohe Weihnachten“ zu Gehör, mit „Ubi sunt gaudia“ hielt ein Weihnachtslied mit lateinischem Titel Einzug in die Altarinsel des Xantener Doms.

Die Lieder erklangen nicht in Worten, sondern mit wohlklingenden, sauber gespielten, hellen Tönen auf den für ein Blasorchester typischen Instrumenten. Besonders die Trompeten-, Flöten- und Klarinettenspielerinnen verliehen dem Konzert im ersten Teil den Reiz, den ein unvergessliches Weihnachtskonzert mit sich bringt.

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Unter lang anhaltendem Beifall verließen die Schülerinnen der „Vorband“, die den Klassen 7 und 8 angehören, den „Konzertplatz“, und in kürzester Zeit, nicht ohne dass die Instrumente sorgsam gestimmt worden waren, erfüllte konzertante Musik, gespielt vom „Musikkurs der Klassen 10“ unter Menkes Leitung den Dom. Trotz seiner beeindruckenden Größe und Höhe erwies das Gotteshaus sich als ein hervorragender Konzertplatz. Selbst die überaus gut gespielten Soloparts einiger junger, besonders talentierter Musikerinnen erreichten alle begeisterten Konzertgäste in einer ausgesprochen guten Qualität. Auch die Musikerinnen der „Big Band“ erfüllten mit Songs wie „Feliz Navidad“ und „Bells ring and swing“ voll und ganz die Herzen des Auditoriums. Ein gemeinsamer Auftritt des „Musikkurses“ und der „Big Band“ zeigte am Ende des Konzerts, mit wie viel Freude und Talent an der Marienschule musiziert wird und was gute Musikpädagogik an einer allgemeinbildenden Schule zu bewirken vermag.

Der Schulleiter dankte all seinen Schülerinnen mit sehr herzlichen Worten und versprach ihnen einen Besuch mit Kuchen bei einer der nächsten Proben. Kammann und Menskes überreichte er mit Blick auf Weihnachten je einen Engel, nicht ohne die besondere Wirkung des Konzerts in Bezug auf die Herbeiführung großer weihnachtlicher Gefühle hervorzuheben. Auch die Schülerinnen, zu denen Muriel van Holt aus Wissel und Chiara-Marie Loth aus Sonsbeck zählten, bedankten sich mit netten Worten und Blumen bei ihren Lehrern. „Wir sind stolz darauf, dieses Konzert mitgestaltet zu haben“, erklärten die beiden „Big Band“-Musikerinnen. Wichtig war es ihnen auch wissen zu lassen, dass die Begeisterung ihrer Lehrer für die Musik ansteckend auf sie wirke. Dass dieses vorweihnachtliche Konzert der Marienschule von der gesamten Schulgemeinschaft getragen und geliebt wird, zeigte sich unter anderem beim Abbau der Instrumente, bei dem ein großer Teil der jungen Musikerinnen, der Elternschaft und des Kollegiums mitwirkte.

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