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Kommunalwahl 2020 in Xanten: Wahlhelfer beklagen zu hohe Belastung

„Eine Zumutung“ : Wahlhelfer beklagen zu hohe Belastung

Bei der Kommunalwahl im September mussten die Wahlhelfer allein in Xanten mehrere zehntausend Stimmen auszählen. Mehrere Stunden waren sie beschäftigt. Einer von ihnen äußert seinen Unmut.

Ehrenamtliche Wahlhelfer haben sich über die hohe Belastung bei der Kommunalwahl beschwert. „Wir empfanden es als Zumutung, fünf Wahlen gleichzeitig auszuzählen“, berichtete Roland Seerau am Dienstagabend im Stadtrat. Die Stadtverwaltung möge die NRW-Landesregierung dazu auffordern, künftig nicht mehr fünf Wahlen an einem Tag stattfinden zu lassen, bat er. „Sonst wird man keine freiwilligen Wahlhelfer mehr finden.“ Seerau hatte am 13. September in einem Wahllokal in Marienbaum geholfen.

Bürgermeister Thomas Görtz zeigte Verständnis. Die Verwaltung habe von anderen Wahlhelfern ähnliche Rückmeldungen bekommen, sie habe aber keinen Einfluss auf die Anzahl der Wahlen, sondern könne die Bitte nur an die Landesregierung weitergeben. Es werde wohl auch in Zukunft mindestens vier Wahlen an einem Tag geben, weil Landrat, Kreistag, Bürgermeister und Stadtrat zusammen bestimmt würden. In diesem Jahr war erstmals die Wahl zum Ruhrparlament des Regionalverbandes Ruhr (RVR) dazugekommen.

Darüber hinaus habe die Verwaltung besprochen, wie sich die Belastung für die Wahlhelfer senken lasse. Dabei sei es um mehr Personal und Schulungen gegangen, damit die Auszählung reibungsloser laufe. Seerau sagte, er danke den Mitarbeitern der Verwaltung für ihre Unterstützung. „Ohne diese Leute hätten wir noch länger gezählt.“ Der Abend sei für alle eine Herausforderung gewesen, sagte Görtz. „Jeder hat sein Bestes gegeben.“ Allein für die Bürgermeisterwahl wurden mehr als 11.000 Stimmen abgegeben. Bis nach 23 Uhr lief die Auszählung in Xanten.